Tagespflege der Anna-Schwestern wird zehn Jahre alt

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Die Tagespflege Sankt Anna besteht seit zehn Jahren. Gerne wird „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Mit auf dem Bild ist die Le
Die Tagespflege Sankt Anna besteht seit zehn Jahren. Gerne wird „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Mit auf dem Bild ist die Leiterin der Einrichtung, Claudia Keil (stehend), und die Ehrenamtliche Maria Allet (Zweite von rechts). (Foto: Josef Schneider)
Freier Mitarbeiter

Am Sonntag, 9. September, ist von 14 bis 16.15 Uhr Tag der offenen Tür mit Kaffee und Kuchen. Im Hariolfsaal sind ab 14.30 Uhr Kurzvorträge. So referiert Physiotherapeut Klaus May über Bewegung. Irmgard Joas-Köder von der katholischen Sozialstation spricht um 15 Uhr über Demenz, um 15.30 Uhr informiert Apotheker Jan-Thomas Berend über Arzneimitteltherapie bei geriatrischen Patienten. Der Festakt um 16.30 Uhr im Festsaal steht unter dem Motto „Dem Leben dienen – mit Brot und Sahnetorte“. Den Vortrag hält Kapuziner-Pater Norbert Poeschel.

Anna Vaas ist mit ihren 97 Jahren die Älteste in der Tagespflege Sankt Anna. Und sie besucht die Betreuungseinrichtung der Anna-Schwestern am längsten, seit August 2009. Einige Monate zuvor, im November 2008, wurde die Tagespflege auf Initiative des Seniorenrates eröffnet. Das Jubiläum wird am Sonntag, 9. September, gefeiert. Der Festakt steht unter dem Motto „Dem Leben dienen – mit Brot und Sahnetorte“.

Anna Vaas kommt viermal in der Woche und macht alles mit, was in den Räumen der früheren Sankt-Anna-Klinik angeboten wird. Das ist viel. Es fängt morgens mit Frühstück und Zeitung lesen an. Anschließend stehen Gedächtnistraining, Gymnastik oder kreative Angebote wie Basteln sowie Kuchen-, Brot- und Plätzchenbacken auf dem Programm. Anna Vaas malt, puzzelt und rätselt gern. Natürlich gehören auch Gesellschaftsspiele wie „Mensch ärgere dich nicht“, Mühle oder Binokel zum Programm. Auch das Beten und Singen kommen nicht zu kurz.

„Ältere Menschen singen einfach gern“, weiß Schwester Veronika Mätzler, Generaloberin der Anna-Schwestern. Lässt es das Wetter zu, geht man spazieren. Das Programm ist der Jahreszeit und an kirchliche Feiertage angepasst.

Mit vier Autos wurden 464 500 Kilometer zurückgelegt

Die Freude ist groß, wenn ein Kindergarten zu Besuch kommt, ein Imker, ein Therapiehund oder, wie einmal zum Kalten Markt, ein Pferd mit Reiterin. „Neulich waren wir in der Hostienbäckerei eingeladen“, berichtet Ruth Weber aus Ellwangen. Die Gründerin der Georg-und-Ruth-Weber-Stiftung war am Dienstag zum dritten Mal als Gast in der Tagespflege. „Ich komme ganz arg gern“, sagt die noch rüstige 90-Jährige. In der Tagespflege gefalle ihr besonders die Vielseitigkeit. Sie möchte künftig zweimal pro Woche kommen.

Die Gäste werden morgens mit Kleinbussen an der Haustüre abgeholt und am Nachmittag ab 16.30 Uhr wieder heimgebracht. Einer der 14 ehrenamtlichen Fahrer ist Günter Höhn. Er ist seit über neun Jahren aktiv und verantwortlich für die momentan drei, zum Teil rollstuhlgerechten Fahrzeuge. Seit Eröffnung der Tagespflege wurden mit vier Autos ingesamt 464 500 Kilometer zurückgelegt, berichtet er. Die zurzeit 17 Gäste im Alter zwischen 60 und 97 Jahren kommen aus einem Umkreis von 15 Kilometern. Höhn ist in einer Doppelfunktion bei der Tagespflege, denn seine Frau besucht ebenfalls an fünf Tagen pro Woche die Einrichtung.

Eine FSJ-Kraft wird gesucht

Seit Eröffnung der Tagespflege kamen rund 250 Gäste. Betreut werden sie von drei Fachkräften und zwei Pflegehelferinnen oder Betreuungsassistenten. Zurzeit ist die Tagespflege auf der Suche nach einer Person, die ein Freiwilliges Soziales Jahr machen will. Leiterin Claudia Keil kann auch auf Ehrenamtliche zählen. So engagiert sich Maria Allet seit 2010.

Die Pflegekassen übernehmen zu einem Großteil die Kosten der Tagespflege. Dem Gast bleibt ein Eigenanteil von 13,35 Euro pro Tag. Neben der Betreuung gibt es Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Wie Generaloberin Schwester Veronika Mätzler und Heimleiterin Schwester Gabriela Scholz berichten, unterstützt der Förderverein mit Rainer Zeifang als Vorsitzendem die Einrichtung ideell und finanziell und sammelt Spenden. In den zurückliegenden Jahren waren es über 70 000 Euro. In der Einrichtung gibt es 17 Tagespflegeplätze.

Am Sonntag, 9. September, ist von 14 bis 16.15 Uhr Tag der offenen Tür mit Kaffee und Kuchen. Im Hariolfsaal sind ab 14.30 Uhr Kurzvorträge. So referiert Physiotherapeut Klaus May über Bewegung. Irmgard Joas-Köder von der katholischen Sozialstation spricht um 15 Uhr über Demenz, um 15.30 Uhr informiert Apotheker Jan-Thomas Berend über Arzneimitteltherapie bei geriatrischen Patienten. Der Festakt um 16.30 Uhr im Festsaal steht unter dem Motto „Dem Leben dienen – mit Brot und Sahnetorte“. Den Vortrag hält Kapuziner-Pater Norbert Poeschel.

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