Tête-à-Tête am Himmel

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Zwei Eurofighter haben am Mittwoch auf ihrem Übungsflug ein Muster am Himmel hinterlassen, das von Ellwangen aus gut zu sehen w
Zwei Eurofighter haben am Mittwoch auf ihrem Übungsflug ein Muster am Himmel hinterlassen, das von Ellwangen aus gut zu sehen w (Foto: Vaas)
Newsdesk-Manager

Zwei Flugzeuge haben sich am Mittwoch am Himmel zu einem Tête-à-Tête getroffen. In 12793 Metern Höhe flogen die beiden parallel eine Schleife. Was steckt hinter diesem Manöver, das aus Ellwangen gut zu beobachten war?

„Das sieht nach militärischem Flugverkehr aus“, sagt Ute Otterbein von der Deutschen Flugsicherung. Bei der Bundeswehr bestätigt man diese Vermutung. Es handle sich „um zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ Eurofighter“, sagt Agathe Kulla vom Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Nachfrage der Ipf- und Jagst-Zeitung.

Die beiden Eurofighter befanden sich auf einem Übungsflug in einer Höhe von 12793 Metern und gehören zum Taktischen Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg an der Donau, die am Mittwoch einen „Abfangeinsatz geübt haben“, bestätigt ein Sprecher der Luftwaffe. Dieses Luftwaffengeschwader stellt die Alarmrotte für den süddeutschen Luftraum, die immer dann alarmiert wird, wenn es ein Problem in der Luft gibt – beispielsweise, wenn es zu einem Flugzeug keinen Funkkontakt mehr gibt. Dann steigen die Eurofighter auf, näheren sich dem Flugzeug und versuchen mit dem Piloten über Funk oder Handzeichen Kontakt aufzunehmen.

Bei einer solchen militärischen Übung wie am Mittwoch „halten wir diese Räume frei von zivilem Verkehr und das Militär trainiert dort“, sagt Otterbein. Grundsätzlich überwache Deutsche Flugsicherung sowohl zivile als auch militärische Flüge. Wenn eine militärische Übung vorbei ist, steht der Luftraum wieder dem zivilen Verkehr zur Verfügung. „Das nennt man flexible Luftraumnutzung. Und das ist ein sehr gutes System, um das uns viele andere Länder beneiden“, erklärt die Sprecherin der Deutschen Flugsicherung. Beispielsweise in der Schweiz oder in Frankreich werde das anders gehandhabt, dort gebe es dauerhaft gesperrte Lufträume, was mancherorts zu Kapazitätsengpässen führen könne.

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