Die zahlreichen geehrten und beförderten Kameraden der Feuerwehrabteilung Rindelbach vor ihrem Löschfahrzeug MLF im neuen Feuer
Die zahlreichen geehrten und beförderten Kameraden der Feuerwehrabteilung Rindelbach vor ihrem Löschfahrzeug MLF im neuen Feuerwehrhaus Eigenzell, flankiert von den Offiziellen (von rechts): Kommandant Michael Langer, Ortsvorsteher Arnolf Hauber, Stadtkämmerer Johannes Koch und Stadtbrandmeister Wolfgang Hörmann. (Foto: Lehmann)

Dem Ärger über Gaffer und Handyfilmer hat Stadtbrandmeister Wolfgang Hörmann bei der Abteilungsversammlung der Feuerwehr Rindelbach-Eigenzell Luft gemacht. Laut Abteilungskommandant Michael Langer ist die Abteilung gut ausgebildet und hoch motiviert im Einsatz, nun fehlten nur noch die Feuerwehrfrauen. Es wurden 16 Kameraden geehrt oder befördert.

Die Kameraden der Feuerwehr riskierten bei ihren Einsätzen ehrenamtlich Leib und Leben für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl, erklärte Hörmann bei der Versammlung. Das sollten sich die Schaulustigen, welche vermehrt den Einsatz von Polizei und Rettungskräften an Unfallstellen behindetern, ins Gedächtnis rufen.

Zunächst hatte Abteilungskommandant Michael Langer die zahlreichen Gäste und Kameraden im Feuerwehrhaus Eigenzell begrüßt. Er erinnerte an einen Kameraden, der kürzlich im Einsatz verstorben ist. Seiner werde mit einem Trauerflor an den Fahrzeugen gedacht.

Schriftführer Arne Landsmann gab einen Rückblick auf das abgelaufene Feuerwehrjahr. Die Einsätze und Übungen zeigten den hohen Ausbildungsstand der Gruppe. Ein schwerer Verkehrsunfall mit Rettung einer eingeklemmten Person bei Rattstadt zusammen mit der Abteilung Ellwangen war der intensivste Einsatz 2018. Vier Kameraden haben den Feuerwehrführerschein abgelegt. Mit der Ellwanger Wehr und dem Malteser Hilfsdienst wurde eine große Übung mit Personenrettung und einem Dachstuhlbrand am Tagungshotel Schönenberg abgehalten.

Schriftführer Landsmann berichtete über viele Dienste bei Veranstaltungen, etwa die Verkehrsordnung während der Rocknächte. Wahre Besuchermassen strömten im Oktober zum Tag der Feuerwehr ins neue Feuerwehrhaus nach Eigenzell, und Kommandant Langer brachte es auf den Punkt: „Die vielen Besucher der Hocketse beweisen, dass wir in der Ortschaft Eigenzell und Gemarkung Rindelbach verwurzelt sind.“

Vom Material wurde nur Positives berichtet. Die Einsatzfahrzeuge MLF und TSF seien in gutem Zustand. Die Gerätewarte Franz Engelhardt, Thomas Haas und Reiner Holl wurden dafür geehrt; Engelhardt als einziger Ellwanger „Feuerwehrkamerad mit Hochsee-Erfahrung“. Die Mannschaft sei gut ausgebildet, so Kommandant Langer. Dies wurde durch vielseitiges Üben der 32 Mann starken Abteilung erreicht. Den 72-prozentigen Übungsbesuch gelte es aber noch zu toppen. Mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren sei man die jüngste der Ellwanger Abteilungen. Der Kassenbericht von Johannes Wolf ergab eine ausgeglichene Kassenlage.

„Das Ehrenamt, das dem Gemeinwohl dient, ist wertzuschätzen“, lobte Stadtkämmerer Johannes Koch in seinem Grußwort den Einsatz der hoch motivierten Feuerwehrgruppe. So, wie die Abteilungen sich um ihre Einsatzfähigkeit bemühen, sorge die Stadt für die Ausrüstung. Dazu diene der baldige Beschluss der Feuerwehrbedarfsplanung durch den Gemeinderat. Ortsvorsteher Arnolf Hauber dankte „seiner Feuerwehr“ für den Schutz und für die Mitgestaltung des Vereinslebens, mit der Erinnerung an die Stadt Ellwangen: „Honorar der Kameraden ist die ordentliche Bereitstellung von Material und Unterkunft.“

Stadtbrandmeister Wolfgang Hörmann erinnerte an den baldigen Einsatz der neuen Funkmeldeempfänger und an das Ellwanger Familienfest im Rotenbacher Wäldle am 28. Juni. Er dankte seiner „Männerabteilung“ für den Einsatz, mit dem Tipp, sich auch um Feuerwehrfrauen zu bemühen. Schließlich warten die Umkleideräume für Frauen im Feuerwehrhaus Eigenzell noch auf die Nutzung.

Außer der Unterbesetzung der weiblichen Kräfte ist bei der Feuerwehr Rindelbach-Eigenzell alles im Lot, und es konnten 16 Kameraden geehrt und befördert werden: Das Feuerwehrehrenzeichen in Bronze für mindestens 15 Jahre aktiven Dienst erhielten Thomas Fuchs, Richard Fuchs, Andreas Gaugler, Martin Gaugler, Stephan Gaugler, Patrick Kling, Simon Müller, Patrick Spang. Befördert wurden Tim Kailer zum Feuerwehrmann, Christian Briel, Tobias Halt, Jan Kailer zum Oberfeuerwehrmann, Dennis Baumann, Markus Bek, Armin Eichert, Johannes Wolf zum Hauptfeuerwehrmann.

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