Städtischer Ruhehain im Rabenhof wird 2019 belegt

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 376 Grabstellen soll der städtische Ruhehain im Rabenhof umfassen, 2019 sollen die ersten Baumbestattungen erfolgen. Die Liege
376 Grabstellen soll der städtische Ruhehain im Rabenhof umfassen, 2019 sollen die ersten Baumbestattungen erfolgen. Die Liegezeit beträgt 15 Jahre. Der Ortschaftsrat Rindelbach hat am Dienstagabend in seiner Sitzung im Rathaus auf dem Schönenberg bei einer Enthaltung von Thomas Fuchs, also fast einstimmig, eine entsprechende Satzung für den Ruhehain beschlossen. (Foto: Beate Gralla)

376 Grabstellen soll der städtische Ruhehain im Rabenhof umfassen, 2019 sollen die ersten Baumbestattungen erfolgen. Die Liegezeit beträgt 15 Jahre. Der Ortschaftsrat Rindelbach hat am Dienstagabend in seiner Sitzung im Rathaus auf dem Schönenberg bei einer Enthaltung von Thomas Fuchs, also fast einstimmig, eine entsprechende Satzung für den Ruhehain beschlossen.

Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 150 000 Euro. Die Stadtkämmerei verwaltet den Ruhehain. Er befindet sich auf dem ehemaligen Friedhofsgelände des Rabenhofs. Jutta Buhl vom Liegenschaftsamt ist die Ansprechpartnerin für Angehörige, Bestatter, Rabenhof und Interessierte. Das Liegenschaftsamt vergibt auch die Grabstellen, rechnet die Gebühren ab und führt das Bestattungsbuch. Für die Zeitspanne von 15 Jahren können auch Reservierungen erfolgen. Mesner-, Ordnungs- und Totengräberdienste sollen vergeben werden, während die regelmäßige Baumkontrolle und die Baumpflege der Baubetriebshof übernimmt.

Urnen müssen biologisch abbaubar sein

Im Ruhehain im Rabenhof können sowohl Ellwanger als auch Externe bestattet werden. Es sind allerdings nur Urnenbestattungen möglich. Verwendet werden dürfen ausschließlich biologisch abbaubare Urnen, beispielsweise aus Zellulose, Maisstärke oder Pappe. Wie Jutta Buhl sagte, wird von einer jährlichen Bestattungszahl von 25 ausgegangen. „Bei 47 Bäumen mit durchschnittlich acht Grabstellen stehen 376 Grabstellen zur Verfügung“, führte sie aus. Bestattungsbäume erhalten zum Auffinden des Baumes eine Registriernummer. Jede Ruhestätte erhält ein einheitliches Namensschild.

Bestattungstermine setzt die Verwaltung fest, sie finden grundsätzlich nur an Werktagen statt. „Wir wissen, dass die Nachfrage groß ist“, sagte Buhl. Verboten ist es, Grabmale und Gedenksteine zu errichten, Kränze, Grabschmuck oder Erinnerungsstücke niederzulegen, Kerzen oder Lampen aufzustellen und Anpflanzungen vorzunehmen.

Urnengrab mit einer Laufzeit von 15 Jahren kostet 700 Euro

Der Andachtsraum soll noch ertüchtigt, Wege sollen angelegt werden. Der Ortschaftsrat setzte sich auch mit den Ruhehaingebühren auseinander. Der Beschluss über die Gebührenordnung fiel einstimmig. Für ein Urnengrab mit einer Laufzeit von 15 Jahren fallen 700 Euro an. Hinzu kommen Bestattungskosten (Herstellen der Grabstätte und Namensplakette) von 400 Euro und Kosten für die Nutzung des Andachtsraumes von 175 Euro. Nicht enthalten sind die Kosten, die Angehörige für Krematorium, Urne und Bestatter aufwenden müssen.

Die Stadt hat im vergangenen Jahr mit dem Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern einen Erbbaurechtsvertrag über eine Laufzeit von 65 Jahren abgeschlossen, so dass in 49 Jahren letztmals eine Bestattung stattfinden kann.

Auf eine Frage von Hubert Uhl (CDU) erklärte Jutta Buhl, die vorhandenen Gräber sollen wegen des Bestandsschutzes bestehen bleiben. Und wegen Mesner- und Ordnungsdienste sei man im Gespräch mit dem Rabenhof. Thomas Fuchs (CDU) befürchtet, dass die Attraktivität des Waldfriedhofs verloren gehe, wenn man keinen Blumenschmuck niederlegen dürfe. „Die Leute, die sich einen Waldfriedhof aussuchen, möchten das so“, entgegnete die stellvertretende Ortsvorsteherin Johanna Fuchs. Und Birgit Wolf (CDU) meinte, Blumenschmuck sei auch gar nicht gewünscht, denn: „Wer räumt das verwelkte Zeug weg? Es muss nicht an dem Baum sein.“ Wie bei jeder anderen Bestattung könne man einen Pfarrer mitbringen. Denn bei einem Boom wären die Geistlichen in Ellwangen überfordert, beantwortete Jutta Buhl eine weitere Frage. „Das hat die Familie zu entscheiden“, meinte auch Ortsvorsteher Arnolf Hauber.

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