Sonderausstellung über Textilherstellung bei den Alamannen

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 Jasmin Kaiser an einem rekonstruierten Webstuhl der Alamannenzeit.
Jasmin Kaiser an einem rekonstruierten Webstuhl der Alamannenzeit. (Foto: Alamannenmuseum)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Vom 7. Februar bis zum 11. Oktober ist im Ellwanger Alamannenmuseum die neue Sonderausstellung „Gut betucht – Textilerzeugung bei den Alamannen“ zu sehen.

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung zur Kleidung der Alamannen stehen neue Erkenntnisse der Textilarchäologie. Wolle und Leinen waren die hauptsächlich zur Verfügung stehenden Materialien. Anhand von archäologischen Funden werden die einzelnen Schritte vom Schaf zum fertigen Mantel nachvollziehbar. Doch die Herstellung von Leinenstoffen war noch aufwendiger.

Im Gebiet der Alamannen haben sich Textilien durch die Zeit nur sehr schlecht erhalten. Deshalb zeigt die Ausstellung an Nachbildungen ausgewählter Beispiele, wie die Kleidung ausgesehen haben könnte.

Etwas Besonderes stellt dabei die Installation der Grablege einer vornehmen Dame aus Lauchheim dar: Sie zeigt, in welcher Kleidung und mit welchen Textilbeigaben die Tote bestattet wurde. Die Ausstellung zeigt darüber hinaus den Arbeitsaufwand, der mit der Herstellung eines Kleidungsstückes verbunden ist.

Die Ausstellung wird am Freitag, 7. Februar, um 18 Uhr eröffnet. Bei der Eröffnung sprechen Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher, der Vorsitzende des Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch und Museumsleiter Andeas Gut. Der Kurator der Ausstellung, Jürgen Heinritz aus Pleidelsheim, hält einen Einführungsvortrag.

Als Begleitprogramm der Ausstellung werden monatliche Kuratorenführungen, Aktionstage, Kurse, Schülerworkshops und Vorträge angeboten. Auch die Kunkelstube, das offene Treffen zum Spinnen von Tier- und Pflanzenfasern nach traditionellen Art, gehört dazu.

Nähere Informationen sind beim Museum unter der Rufnummer 07961 / 969747 sowie im Internet unter der Adresse www.alamannenmuseum-ellwangen.de zu bekommen.

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