So viele Einsätze wie noch nie für Ellwanger Feuerwehr

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Freier Mitarbeiter

219 Einsätze, so viele wie noch nie zuvor, hatte die Freiwillige Feuerwehr Ellwangen im vergangenen Jahr zu verzeichnen. „Es war ein Anstieg von 45 Einsätzen im Vergleich zum Einsatzjahr 2017“, sagte Stadtbrandmeister Wolfgang Hörmann am Freitagabend bei der Hauptversammlung in der Kübelesbuckhalle in Rindelbach. „Die Steigerung kommt zum großen Teil aus den vielen Einsätzen mit Insekten.“

Hörmann lobte die Professionalität seiner Feuerwehrmänner, die gute Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen, die gute Ausbildung und die „hochmotivierten Ausbilder in allen Fachgebieten“. Das „sensationelle Fackelevent“ der Jugendfeuerwehr im Herbst 2018 am Ellwanger Schloss sei eine tolle, öffentlichkeitswirksame Werbung für die Jugendfeuerwehr und die Gesamtwehr gewesen, so Hörmann.

Zum Feuerwehrbedarfsplan sagte Hörmann, der Wehr sei ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt worden. Die Wehr sei sehr gut personell aufgestellt, habe eine gute Ausrüstung und eine gute Tagesverfügbarkeit. Probleme gebe es aber in den Feuerwehrhäusern in Ellwangen, Pfahlheim und Röhlingen mit den Umkleideräumen, sodass Umbauten notwendig seien. Denn in Ellwangen seien die Umkleideräume zu klein, in den anderen beiden Feuerwehrhäusern müssten sich die Einsatzkräfte teilweise in der Fahrzeughalle umziehen.

Gutacher empfiehlt zwei weitere Einsatzfahrzeuge für die Wehr

Hörmann freute sich über den neuen Mannschaftstransportwagen für die Abteilung Ellwangen. Der Gutachter empfahl ein weiteres, kleines wendiges Löschfahrzeug, der Zuschussantrag wurde bereits gestellt, ebenso für einen neuen Einsatzleitwagen. Mitte des Jahres soll ein Tanklöschfahrzeug mit 5000 Liter Wasserinhalt geliefert werden. Nachfolger von Gerätewart Franz Engelhardt, der im Februar in Ruhestand ging, wurde Hubert Gaugler. Springer Christian Schönherr übernahm die seitherige Stelle von Gaugler, eine weitere Vollzeitstelle ist bereits ausgeschrieben. Am 28. Juni soll es ein Familienfest der Feuerwehr im Rotenbacher Wäldchen geben, so Hörmann. Rindelbachs Ortsvorsteher Arnolf Hauber dankte er für die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich besonders beim Neubau des Feuerwehrhauses Eigenzell gezeigt habe.

Jugendwehr plant Werbeaktion

Schriftführer Josef Neukamm berichtete von sieben Lehrgängen am Standort Ellwangen mit insgesamt 132 Teilnehmern. Jugendfeuerwehrwart Lovis Werner bedauerte, dass die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr von 26 auf 22 Jugendliche gesunken sei. In den nächsten Wochen soll deshalb eine Werbeaktion starten. Eine Aufnahme in die Jugendwehr sei ab zehn Jahren möglich. Das 41 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug der Jugendwehr sei aufgrund Alters nur noch bedingt nutzbar.

Kassierer Thomas Hauber legte humorvoll seinen letzten Kassenbericht vor, Josef Zeller den Kassenprüfbericht.

Oberbürgermeister Karl Hilsenbek freute sich über die Einsatzbereitschaft der Wehr und dankte für ihr großes, hochmotiviertes Engagement. „Sie sind die Lebensversicherung unserer Stadt“, sagte der OB.

„Ohne Kameradschaft geht’s nicht“, meinte Kreisbrandmeister Otto Feil. Bei der POCSAG-Alarmierung sei man jetzt in der Schleifenplanung, das Netz sei fertig: „Wir haben 5000 Schleifen zu versorgen.“ Den Digitalfunk habe man nach hinten verschoben, mit ihm gehe es im Ostalbkreis ab 2021 los. Feil sprach auch über Einsatzhygiene und „Feuerkrebs“, dem erhöhten Krebsrisiko bei Feuerwehreinsätzen. Die heutigen Einsätze seien giftiger als noch vor zehn, 15 Jahren. „Wer Ideen hat, kann jederzeit zu mir kommen“, sagte Feil.

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