Ausgetrocknet: die Sechta bei Unterschneidheim.
Ausgetrocknet: die Sechta bei Unterschneidheim. (Foto: Blauhut)
Redakteurin Virngrund

Die extreme Hitze und Trockenheit wirken sich auch auf die Fließgewässer in der Region aus. Die Sechta bei Unterschneidheim führt derzeit fast gar kein Wasser mehr. Rund um Ellwangen sieht es derweil besser aus – allerdings auch nur deshalb, weil hier der Mensch regulierend eingreift.

„Wir reagieren ja nicht nur bei Hochwasserereignissen, auch bei Niedrigwasser greifen wir ein“, erklärt Josef Gentner vom Wasserverband Obere Jagst. Und so sei diese Woche die sogenannte „Niedrigwasseranreicherung“ angelaufen; Flüsse und Bäche rund um Ellwangen werden seitdem zusätzlich mit Wasser aus den Rückhaltebecken versorgt, damit sie nicht so austrocknen wie die Sechta bei Unterschneidheim, wo es diese technische Möglichkeit nicht gibt. „Rund 50 Prozent des Wassers in der Ellwanger Jagst kommen derzeit aus unseren Rückhaltebecken“, schätzt Gentner. Damit sinke natürlich gleichzeitig der Wasserspiegel in diesen Rückhaltebecken, zu denen unter anderem der Bucher Stausee, der Kressbach- oder auch Fischbachsee zählen. „Aber selbst wenn an diesen Seen der Wasserspiegel jetzt um zehn Zentimeter sinken sollte, werden das die Badegäste nicht bemerken. Da wird höchstens der Sandstrand etwas größer“, sagt Gentner.

Gleichwohl mahnt man beim Wasserverband, den Quellen und Flüssen ihr Wasser momentan zu lassen. Es wird darum gebeten, von privaten Wasserentnahmen bis auf weiteres abzusehen. „Die Fließgewässer brauchen dieses Wasser jetzt“, sagt Gentner.

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