Schwurgerichtssaal: Künftig wieder Ort für Theater und Konzert

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 Zuletzt fand im Schwurgerichtssaal des Landgerichts der Festakt zu 200 Jahre Landgerichte Ellwangen, Tübingen und Ulm statt.
Zuletzt fand im Schwurgerichtssaal des Landgerichts der Festakt zu 200 Jahre Landgerichte Ellwangen, Tübingen und Ulm statt. (Foto: Thomas Siedler)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Der Schwurgerichtssaal in Ellwangen ist derzeit im Regelfall feuerpolizeilich nur noch für 40 Personen zugelassen. Jetzt baut das Land Baden-Württemberg ein zweites Treppenhaus als Fluchtweg in das Gebäude ein. „Damit kann der Saal wieder für Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen genutzt werden“, erklärt Landtagsabgeordneter Winfried Mack (CDU) in einer Pressemitteilung.

Auch in Zukunft solle der Saal, der im Barock als Theatersaal des Jesuitengymnasiums gebaut wurde, grundsätzlich als Gerichtssaal genutzt werden, so Mack. Hierzu solle er modernisiert und sicherungstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. „Gleichzeitig will die Justiz und das Justizministerium jedoch, dass der Saal für Kulturveranstaltungen geöffnet wird und somit für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung steht. Damit kann der Saal als Kleinkunstbühne, Theatersaal und aufgrund seiner guten Akustik auch als Konzertsaal genutzt werden“, sagte der Abgeordnete.

Vor den feuerpolizeilichen Einschränkungen sei der Schwurgerichtssaal immer wieder für öffentliche Veranstaltungen genutzt worden. In Zukunft könne dies noch häufiger der Fall sein als in der Vergangenheit. Jetzt gehe es darum, zwischen Justiz und Stadt ein konkretes Nutzungskonzept zu entwickeln, damit die Nutzung als Saal für große Strafprozesse wie auch als Kultursaal für die Bürgerschaft nebeneinander reibungslos funktioniere, so Mack abschließend.

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