Schulen- und Kindergartenschließungen: Kinder- und Schülerbetreuung wird gewährleistet

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Leere Klassenzimmer: Ab Dienstag werden in Baden-Württemberg die Schulen geschlossen.
Leere Klassenzimmer: Ab Dienstag werden in Baden-Württemberg die Schulen geschlossen. (Foto: dpa / Caroline Seidel)
Redakteur / Regio-Onliner Ostalb

Die Stadtverwaltung Ellwangen hat angekündigt, alle öffentlichen Einrichtung zu schließen. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus. Ausgenommen hiervon ist die Bücherei. Die getroffenen Maßnahmen gelten bis zum 19. April. Das hat die Stadtverwaltung am Freitagnachmittag bekannt gegeben.

Schulen, Kitas und Kindergärten werden ab Dienstag geschlossen, das Ellwanger Wellenbad bereits zum Samstag. Das Jugendzentrum sowie die Musikschule werden ebenfalls zusperren. „Am Montag kommen Schulleiter, Lehrer und Schüler nochmals zusammen“, sagt Oberbürgermeister Michael Dambacher.

Die Schulen werden den Tag nutzen, um zu informieren und die unterrichtsfreie Zeit zu organisieren. „Eine Notbetreuung wird gewährleistet. Sowohl bei den Schulen als auch bei den Kindergärten“, so Dambacher weiter. Ob die Lehrer während der unterrichtsfreien Zeit in die Schulen kommen müssen, entscheidet das Kultusministerium.

Wichtig ist, dass die Leute Ruhe bewahren und nicht in Panik und Hysterie verfallen.

OB Michael Dambacher

„Wenn nicht, sorgt die Stadt für die Schülerbetreuung“, ergänzt Bürgermeister Volker Grab. Erzieher würden Kinder dezentral betreuen. Das heißt: „Wir versuchen viele Einrichtungen zu finden, damit nicht zu viele Menschen aufeinandertreffen“, so Grab. Am Montag will die Verwaltung sowohl mit den Schulen als auch den Kindergärten das weitere Vorgehen besprechen.

Auch die Verwaltung selbst überlege nun, wie sie selbst Publikumsverkehr reduzieren kann. „Es gibt natürlich Dinge, die wir gewährleisten müssen“, sagt Dambacher. Beispielsweise das Standesamt oder das Bürgerbüro. Wie und in welcher Form, stehe noch nicht fest.

Es gehe darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, so der OB. „Dazu kann jeder beitragen“, sagt er. Und fügt an: „Wichtig ist, dass die Leute Ruhe bewahren und nicht in Panik und Hysterie verfallen.“ Zudem sollen sie Solidarität beweisen: Nachbarschaftshilfe, für ältere Mitbürger einkaufen und sich untereinander organisieren, zählt der OB auf.

Zudem appelliere er an alle Bürger, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, keine öffentlichen Einrichtungen zu besuchen, um Ansteckungen zu verhindern. Um den Betrieb bei den Stadtwerken oder dem Bauhof gewährleisten zu können, wird deren Arbeitsalltag umorganisiert.

Das bedeutet laut Grab, dass gewisse Mitarbeitergruppen räumlich voneinander getrennt werden. „Falls jemand positiv getestet wird, können die anderen noch zur Arbeit gehen“, erklärt er. Durch Absagen der Übungsabende der Feuerwehr gewährleiste man zudem deren Einatzbereitschaft.

Wie es dann nach den Osterferien weitergehe, müsse man abwarten. „Die Lage kann sich jederzeit ändern“, sagt Dambacher. Der Ellwanger Krisenstab treffe sich aber täglich, zudem arbeite die Stadt eng mit der Landkreisverwaltung, zu der auch die Gesundheitsbehörde gehört, zusammen. „Das funktioniert alles sehr gut“, resümiert Grab.

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