Schlosskonzerte versprechen musikalischen Hochgenuss

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 Zum Auftakt der Schlosskonzerte kommt am Samstag, 1. Juni, das Aris-Quartett in den Thronsaal. Anna Katharina Wildermuth (Violi
Zum Auftakt der Schlosskonzerte kommt am Samstag, 1. Juni, das Aris-Quartett in den Thronsaal. Anna Katharina Wildermuth (Violine), Noémi Zipperling (Violine), Caspar Vinzens (ViolaU und Lukas Sieber (Violoncello) spielen seit 2009 zusammen. (Foto: Michael Reh)

Seit elf Jahren teilen sich der Kulturverein Stiftsbund und das städtische Kulturamt Aufgaben und Ausgaben partnerschaftlich, um einem kleinen, aber dankbaren Publikum hochkarätige Schlosskonzerte präsentieren zu können. „Wir praktizieren Gemeinsamkeit“, so der künstlerische Leiter Hans-Ulrich Engel. Auch dank großzügiger Sponsoren bleiben die Eintrittspreise auf moderatem Niveau stabil. Das Ambiente des Thronsaals des Schlossmuseums mit ausgezeichneter Akustik und Steinway-Flügel setzt den besonderen Akzent.

Seit 1988 wählt Hans-Ulrich Engel Ensembles und Solisten aus und holt international bekannte Namen nach Ellwangen. Wie das 2009 gegründete Aris-Quartett, das zum Auftakt am Samstag, 1. Juni, auftritt. Auf dem Programm stehen Werke des 1826 mit nur 19 Jahren verstorbenen spanischen Komponisten Juan Crisóstomo de Arriaga, Schostakowitschs dramatisches achtes Streichquartett und eines der drei „Rasumowsky“-Streichquartette von Beethoven.

Ein Höhepunkt wird das Konzert des Stuttgarter Kammerorchesters sein, das am 15. Juni zum dritten Mal in Ellwangen gastiert und in der evangelischen Stadtkirche mit Werken von Elgar, Dvorák und Fritz Kreisler auftritt. Zum Abschluss erklingt Mozarts Serenade „Kleine Nachtmusik“: „Jeder kennt sie“, so Engel. „Aber in Ellwangen wurde sie seit 40 Jahren nicht mehr gespielt. Kein Besucher wird es bereuen.“

Barbara Moser gilt als eine der bedeutendsten Pianistinnen unserer Zeit. Unvergessen ist das Schlosskonzert 2016 mit Moser und Franz Bartolomey, langjähriger erster Solocellist der Wiener Philharmoniker. Am 29. Juni musiziert sie gemeinsam mit dem Wiener Cellisten Othmar Müller. Schubert, Mendelssohn und Franck stehen auf dem anspruchsvollen Programm.

Am 13. Juli ist Klaviervirtuose Pervez Mody im Thronsaal mit Beethovens frühen Variationen über das Duett „La stessa, la stessissima“ aus Salieris Oper „Falstaff“, der selten gespielten „Kurfüstensonate“ und der Sonate „Les Adieux“ von 1809 zu hören.

Klaviertrio Würzburg spielt Mozart

Das Klaviertrio Würzburg zählt zu den arriviertesten Ensembles dieser Gattung. Katharina Cording, Violine, Peer-Christoph Pulc, Cello, und Pianistin Karla-Maria Cording fesseln am 27. Juli mit Werken von Mozart, Weinberg und Fanny Mendelssohn-Hensel.

Dem Ellwanger Publikum vertraut ist Benjamin Moser. Der junge Konzertpianist gastiert zum dritten Mal bei den Schlosskonzerten und beschließt am 31. August den Reigen mit Sonaten von Schubert und Beethoven.

Der Thronsaal ist über den Aufzug im Schlossinnenhof barrierefrei erreichbar.

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