Schloss Ellwangen: Endlich barrierefrei

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 Vor der ersten Fahrt im neuen Aufzug des Ellwanger Schlosses (von links): Robert Lang von der Forstaußenstelle Ellwangen, Oberb
Vor der ersten Fahrt im neuen Aufzug des Ellwanger Schlosses (von links): Robert Lang von der Forstaußenstelle Ellwangen, Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Claus Schüssler, der Leiter des Schwäbisch Gmünder Amts Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Schlossmuseumsleiter Matthias Steuer, Adelheid Eißmann vom Kunstverein, Martina Bofinger vonVermögen und Bau, dahinter Dr. Michael Hoffmann und Eberhard Veith vom Geschichts- und Altertumsverein sowie Projektleiter Harald Schmadlak von Vermögen und Bau. Bei der offiziellen Inbetriebnahme anwesend waren auch Helmut Hessenauer, der Leiter des Bereichs Landwirtschaft am Landratsamt, sowie Reinhold Elser, der Leiter der Forst-Außenstelle Ellwangen. (Foto: Möcklin)

„Erledigt“, kann und will OB Karl Hilsenbek bei Gelegenheit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten melden. Windfried Kretschmann habe bei einem Besuch 2014 zugesagt, der Aufzug fürs Schloss Ellwangen werde kommen. „Jetzt ist er da.“

Schon ein Weilchen bringt die luftige Konstruktion aus Stahl und Glas all jene vom Innenhof aus in die oberen Geschosse des Schlosses, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Am Freitagmorgen war die ofizielle Inbetriebnahme im Beisein aller Projektbeteiligten. „Der Aufzug läuft und ist schön anzusehen“, freute sich Claus Schüßler, der Leiter des Schwäbisch Gmünder Amtes Vermögen und Bau Baden-Württemberg, als Bauherr. Immer leichter erscheine er beim Blick nach oben, bis der Betrachter „sich in der Unendlichkeit verliert“. Eine dreiviertel Million Euro habe man dafür aufgewendet, „aber das ist es uns wert“, so Schüßler. Anfangs war man von rund 600 000 Euro und einer Inbetriebnahme zu den Heimattagen 2017, dann im Sommer 2018 ausgegangen. Nun ist es Herbst geworden.

Endlich ist das viergeschossige Schloss barrierefrei erschlossen, was vor allem Besucher des seit 1908 bestehenden Museums freut, wie dessen Leiter Matthias Steuer erzählte. „Erste Gruppen mit Senioren sind bereits gekommen, denen der Zugang zur Ausstellung bisher unmöglich war. Sie waren begeistert.“ Nur wer auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist, habe nach wie vor ein Problem: Dafür reiche der Platz zwischen den Vitrinen nicht aus.

„Viele Nutzer profitieren von der neuen Barrierefreiheit“, sagte Hilsenbek, auch Kunstverein und Behörden. Lediglich die Kapelle ist noch außen vor. Aber auch hier werde es Abhilfe geben, versichert Projektleiter Harald Schmadlak. „Nächstes Jahr bauen wir dort einen Treppenlift ein, der bislang im Amtsgericht Ellwangen steht.“ Das Amtsgericht wiederum erhält dann einen richtigen Aufzug.

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