Schlag gegen Drogenhändlerring: Dinkelsbühler soll Kopf der Gruppe sein

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IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Ein 32-jähriger Mann aus Dinkelsbühl soll laut bayerischem Landeskriminalamt eine riesige Drogenküche betrieben haben. Darüber berichtet die „taz“ in ihrer Ausgabe vom Donnerstag. Der Mann habe sogenannte Neue psychoaktive Stoffe (NpS) gemixt und verkauft. Beteiligt war ein Händlerring mit mindestens 42 Personen. Laut bayerischem Innenministerium handelt es sich um das zurzeit größte Ermittlungsverfahren wegen der neuartigen Drogen im gesamten Bundesgebiet.

Bei dem Hauptverdächtigen handele es sich um einen Deutschen, der sich mit den Gewinnen ein Luxusleben in München gegönnt habe, so die Ermittler. Nach eigenen Angaben habe der Haupttäter monatlich 60.000 Euro verdient. Das Landeskriminalamt fand bei ihm fünfstellige Restaurantrechnungen, haufenweise Vuitton- und Gucci-Sonnenbrillen, einen riesigen Flachbildschirm, viel Rosenthal-Porzellan und Versace-Klamotten.

 Die bayerische Polizei hat 2018 einen international agierenden Drogenhändlerring aufgelöst. Das Ermittlungsverfahren war deutsc
Diverse Zusatzstoffe, Verpackungen und Produktionsmittel sind im bayerischen Kriminalamt zu einer Präsentation einer Drogenproduktionsstrecke aufgebaut. (Foto: dpa)

Nach Mitteilung des bayerischen LKA habe der Kopf des Drogenrings eine Art mittelständisches Unternehmen aufgebaut. Der Mann habe die Drogen in Dinkelsbühler und Münchner Wohnungen produziert.

Diese Drogen bestehen meist aus in China hergestellten chemischen Stoffen, die mit Kräutern und Lösungsmitteln gemixt werden. Manche Stoffe könnten schwere Psychosen oder Halluzinationen auslösen, andere wirkten wie Haschisch, aber um ein Vielfaches verstärkt, erläutern die Ermittler.

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