Rentner pöbelt im Gerichtssaal

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Weder mit dem Gericht, noch mit seinem Anwalt wollte der aufgebrachte Rentner etwas zu tun haben.
Weder mit dem Gericht, noch mit seinem Anwalt wollte der aufgebrachte Rentner etwas zu tun haben. (Foto: dpa)
Petra Rapp-Neumann

Wegen übler Beschimpfungen und Hasstiraden gegen Amtsgerichtsdirektor Norbert Strecker ist es diesem nicht möglich gewesen, die für Dienstagvormittag anberaumte Verhandlung wegen Beleidigung im Ellwanger Amtsgericht durchzuführen.

Ein älterer Mann aus einer Gemeinde im Ostalbkreis war der Beleidigung einer Amtsperson beschuldigt. Der als notorischer Querulant bekannte 74-Jährige erschien zwar vor Gericht, erging sich dann jedoch auch im Gerichtssaal in äußerst wüsten Beschimpfungen. Der Richter habe den „staatsanwaltlichen Auftrag, ihn zu brechen“, polterte der Rentner. Und weiter: Seit zehn Jahren werde ein „Hexenprozess“ gegen ihn geführt. Das lasse er sich als „Mensch von Anstand und Charakter“ nicht gefallen, schäumte der aufgebrachte Mann.

Angeklagter würdigt eigenen Anwalt keines Blickes

Mit seinem Verteidiger, dem Crailsheimer Rechtsanwalt Rainer Schwarz, wolle er nichts zu tun haben, erklärte der 74-Jährige mit Nachdruck und würdigte Schwarz im weiteren Verlauf dann auch keines weiteren Blickes.

Richter Strecker blieb ruhig und beendete die unwürdige Farce nach wenigen Minuten. Wie es weitergeht, steht noch nicht fest.

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