Reiter zelebrieren feierliche Messe zum Kalten Markt

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Zu Ehren der drei Pferdeheiligen, der Drillinge Meleusippus, Eleusippus und Speusippus, haben Pfarrer Michael Windisch, Dekan Robert Kloker, Pfarrvikar Alwin Miller und Vikar Simon Hof am Sonntagabend in der übervollen Basilika einen feierlichen Gottesdienst zum Kalten Markt zelebriert. Die Reiterlichen Jagdhornbläser Ellwangen, zum letzten Mal unter Leitung von Monika Willand, gestalteten mit der befreundeten Bläsergruppe „Schanzer Parforce“ aus Ingolstadt die Reitermesse musikalisch.

Farbenprächtig war der feierliche Einzug der Standartenabordnungen von rund 20 Reit- und Fahrvereinen aus dem Kreis und darüber hinaus. Vorweg gingen die Vertreter der Ellwanger Bürgergarde und Mitglieder der Ellwanger Trachtengruppe.

Die Verehrung der heiligen Meleusippus, Eleusippus und Speusippus in Ellwangen geht auf die Klostergründung im Jahr 764 zurück. Pferdeheilige werden sie genannt, weil sie bei Pferdekrankheiten angerufen werden. Ihr Festtag ist der 17. Januar. Früher wurde der „Kalte Messtag“ an diesem Tag abgehalten, urkundlich erstmals 1353 als Markt erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde der Kalte Markt auf den Montag nach dem Dreikönigstag verlegt.

In seiner Predigt widmete sich Dekan Robert Kloker aus Schwäbisch Gmünd dem Fest der Heiligen Drei Könige und seinem integrativen Grundton: „Die Menschwerdung des Gottessohnes betrifft die ganze Welt“, sagte Kloker: „Seine Menschenfreundlichkeit gilt allen ohne Unterschied.“ Kloker forderte dazu auf, beim Kalten Markt mit allen zu feiern, egal welche Hautfarbe oder welche kulturelle oder religiöse Prägung sie haben.

Die Reiterlichen Jagdhornbläser Ellwangen spielten mit Unterstützung von Bläsern der Bläsergruppe „Schanzer Parforce“ auf den Stufen des Altars die Sankt-Eustachius-Messe für Parforcehörner von Annerose Greisl, Fanfaren sowie Vortragsstücke, und als Schlusslied „Großer Gott“. An der Orgel war Regionalkantor Thomas Petersen.

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