Ralf Bönt streitet für den Mann

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Redakteurin Ellwangen/stellv. Redaktionsleitung

Kinder sind von Frauen umgeben: Im Kindergarten, in der Grundschule gibt es kaum Erzieher oder Lehrer. Erst in den weiterführenden Schulen ändert sich das. Was bedeutet das für Jungen? An welchen Vorbildern können sie sich orientieren? Damit beschäftigt sich Ralf Bönt in seinem Buch „Das entehrte Geschlecht, ein notwendiges Manifest für den Mann“. Seine Thesen stellt er am Montag, 2, Juli, um 19 Uhr im Peutinger-Gymnasium zur Diskussion.

Auch am Peutinger-Gymnasium sind die Frauen bald in der Überzahl – bei den Lehrern. Bei den Schülern ist das Verhältnis fast ausgewogen, eine leichte Übermacht der Jungen gibt es, da macht sich Sankt Gertrudis bemerkbar, sagt Schulleiter Dr. Hermann Rieger.

Warum Ralf Bönt? Weil viele Männer sich heute fragen, was ihre Rolle ist, sagt Gernot Rothardt, der einmal im Halbjahr am Peutinger-Gymnasium eine Veranstaltung für Erwachsene organisiert. Es gebe wenig Orientierung und viel Unsicherheit, findet Rothardt. Sind Männer gut, wenn sie zu Hause Staub wischen? Von Bönt erhofft er sich Impulse. Der Autor sei streitbar und bringt seine Thesen auf den Punkt. „Wir sehen es als gute Gelegenheit zum Gespräch, auch über die Schule hinaus“, sagt Rieger. Und damit Jugendliche die Chance nutzen, sich mit Bönts Thesen auseinanderzusetzen, ist der Eintritt für alle Schülerinnen und Schüler frei.

Die Lesung in Kooperation mit der Buchhandlung von Silke Rathgeb kostet für alle Nicht-Schüler fünf Euro Eintritt. Karten gibt es im Sekretariat der Schule, Telefon 07961 / 84-850, und bei Bücher und mehr in der Badgasse.

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