Rötlenstausee wird jetzt künstlich beatmet

Lesedauer: 6 Min
Freier Mitarbeiter

Nach dem Massenfischsterben im Rötlenstausee ist von dem großen Unglück kaum noch was zu sehen. Insgesamt haben die vielen freiwilligen Helfer an die vier Tonnen tote Fische aus dem Gewässer gezogen. Auch finanziell ist das eine Belastung für den Verein.

Tage nach dem großen Fischsterben am Rötlenstausee steht der Vorsitzende des Angelsportvereins Aalen Ostalb, Voin Stojanovic, noch ganz unter dem Eindruck dieser Katastrophe. „Das war schon ein ganz trauriger Anblick, die vielen toten Fische auf dem See dahintreiben zu sehen“, sagt er. Dankbar ist Stojanovic für die großartige und unkomplizierte Hilfe der vielen Mitglieder und freiwilligen Helfern, die bei der Beseitigung der verendeten Fische geholfen haben. An die 30 Helfer waren vor Ort. Sie hätten die Situation nach einem halben Tag so gut wie im Griff gehabt.

Das Gewässer scheint sich langsam zu erholen

Mittlerweile wird der Rötlenstausee über eine größere Umwälzpumpe dauerhaft künstlich beatmet. Das Gewässer scheint sich langsam zu erholen. Wie viele Fische übrig geblieben sind, kann Stojanovic noch nicht sagen. „Das lässt sich nur schwer abschätzen. Was wir feststellen konnten ist, dass der hintere Teil des Rötlenstausees, dort wo die Zuläufe sind, weniger vom Sauerstoffmangel betroffen waren, wie der Teil, wo das Wasser wieder abfließt. Viele Fische haben sich instinktiv dahin gerettet“, sagt er. Noch mal mit dem blauen Auge davongekommen? Das glaubt er nicht. Finanziell sei das Unglück eine ganz große Katastrophe für den Verein. Vor allem die teuren Fischarten, wie der Zander, sind gestorben. Sotjanovic rechnet mit einem Totalverlust in Höhe von 50 000 Euro.

Jetzt werden zusammen mit dem Landratsamt Ostalb die nächsten Schritte diskutiert. Der ganze See soll abgelassen werden. Auf Anraten des Landratsamts aber vermutlich erst im Herbst. Über den Winter soll sich der See erholen und dann frisch belebt ins neue Jahr starten. Der Restbestand an Fischen soll auf die anderen Seen, die der Verein gepachtet hat, verteilt werden. Im neuen Jahre soll der Fischbestand langsam wieder aufgebaut werden. „Wir haben uns ja mit der Pacht der Gewässer zur Hege und Pflege der Seen verpflichtet. Wir nehmen unsere Aufgaben und Verpflichtungen auch in Zukunft nicht auf die leichte Schulter“, sagt Stojanovic.

Fischsterben im Rötlenstausee bei Ellwangen
Nicht nur uns Menschen macht die Hitze zu schaffen. Auch Natur und Tiere sind an ihrem Limit angekommen. So ist am Wochenende in Rötlen bei Ellwangen ein Stausee gekippt. Tonnenweise Fische sind dabei verendet.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen