Plötzlicher Herztod: Wer ist gefährdet?

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 Notfall auf einer Intensivstation bei einem Herz-Kreislaufstillstand, der Patient wird von Hand beatmet, eine Reanimation durch
Notfall auf einer Intensivstation bei einem Herz-Kreislaufstillstand, der Patient wird von Hand beatmet, eine Reanimation durch Elektroschock wird vorbereitet. Ein Vortrag über „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod“: findet am Mittwoch, 27. November, um 19 Uhr in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Sankt-Anna-Virngrund-Klinik statt. (Foto: Jochen Tack)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

„Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod“: Zu diesem Thema findet am Mittwoch, 27. November, um 19 Uhr in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Sankt-Anna-Virngrund-Klinik ein Vortrag statt. Referent ist Dr. Johannes Zundler, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin an der Klinik. Die Ipf- und Jagst-Zeitung / Aalener Nachrichten, die Sankt-Anna-Virngrund-Klinik, die AOK Ostwürttemberg und die Deutsche Herzstiftung laden dazu ein. Der Eintritt ist frei.

65 000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am plötzlichen Herztod. Experten gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Ab dem Zeitpunkt des Kreislaufstillstandes sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute. Nach zehn Minuten ohne Wiederbelebungsmaßnahmen gibt es kaum noch Überlebenschancen. Dr. Zundler wird an diesem Abend ausführlich über die medizinischen Ursachen des plötzlichen Herztods sprechen. Herzrhythmusstörungen können Vorboten hierfür sein, aber auch andere Symptome wie Brustschmerzen, Schwindel oder Atemnot. Studien weisen darauf hin, dass ungefähr die Hälfte der betroffenen Patienten zuvor derartige Symptome verspürt haben muss.

Neben der Kenntnis der klassischen Symptome ist es für Patienten wichtig, dass bei ihnen strukturelle Herzerkrankungen wie Herzmuskelerkrankungen (entzündlich oder infarktbedingt), Herzklappenerkrankungen oder angeborene Herzfehler rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Dr. Zundler wird thematisieren, welche Patientengruppen für den plötzlichen Herztod gefährdet sind und wie diese identifiziert und rechtzeitig behandelt zugeführt werden können. Im Weiteren wird er erläutern, welche Therapiemöglichkeiten es gibt, um dem plötzlichen Herztod zu vorzubeugen.

Menschen, die einen Herzstillstand erleiden, benötigen eine schnelle Reanimation, daher stellt die spontane Laienreanimation durch nicht professionelle Helfer das erste Glied der Rettungskette dar. Es gilt, Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dadurch erhöht sich die Überlebensrate.

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