Pfarrer Sony ist jetzt ein Röhlinger

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 Pfarrer Sony begrüßt im neuen Pfarrbüro zusammen mit Marianne Rettenmaier (von links) den Ortsvorsteher von Pfahlheim, Wolfgang
Pfarrer Sony begrüßt im neuen Pfarrbüro zusammen mit Marianne Rettenmaier (von links) den Ortsvorsteher von Pfahlheim, Wolfgang Seckler, den Ortsvorsteher von Röhlingen, Peter Müller, und den zweiten Vorsitzenden des Röhlinger Kirchengemeinderats, Roland Herzog. (Foto: afi)

Die Kirchengemeinde Röhlingen hat beim Tag der offenen Tür des renovierten Pfarrhauses einen schönen Festtag erlebt. Der Ansturm war gewaltig und Hunderte Besucher bewunderten nach der Weihe die sanierten Räume.

Vorausgegangen war ein festlicher Gottesdienst in der voll besetzten Sankt-Peter-und-Paul-Kirche, der von Pater Sony zelebriert und vom Jugendorchester Röhlingen/Pfahlheim feierlich umrahmt wurde. Zum Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Sony, der jetzt ein halbes Jahr in der Seelsorgeeinheit Röhlingen, Pfahlheim und Beersbach tätig ist, für die freundliche und menschliche Aufnahme. „Alle waren sehr nett zu mir und haben geholfen, wo sie konnten. Dafür sage ich ein herzliches Vergeltsgott“, sagte er.

Roland Herzog als zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats von Röhlingen hob das Wort Heimat heraus. Diese Heimat sei Pfarrer Sony wichtig. Heimat sei dort, wo man sich wohl fühle, wo einem uneigennützig und ehrlich geholfen werde, wo einem zugehört werde, wo man sein Herz ausschütten könne, wo jeder gleich sei, wo es nicht auf Leistung ankomme und wo nicht Bankkonto und Yacht zählten. Im Pfarrhaus, das Pfarrer Sony selbst als modernes Dienstleistungszentrum bezeichnet, könne man Mensch sein. Das sei das Anliegen von Pfarrer Sony, der ein Pfarrhaus ohne Prunk und Protz haben wollte. Die von Pfarrer Sony befürchteten sprachlichen Schwierigkeiten mit dem Schwäbischen und Begriffen wie „Beschba, Pfohla und Röhlig“ hätten sich zerstreut. Der Geistliche sei angekommen.

Ortsvorsteher Peter Müller sagte zu Pfarrer Sony: „Sie sind jetzt in Röhlingen, Pfahlheim und Beersbach angekommen. Das merkt man. Sie sind im Gemeindeleben integriert und egal ob auf dem Sportplatz oder beim Kartoffelschälen beim Gemeindefest, Sie sind immer da“, sagte Müller. Der Ortsvorsteher erinnerte an ein Bild in der Heilig-Geist-Kirche in Ellwangen, auf dem der verstorbene Sieger Köder ein geöffnetes Fenster gemalt habe. „Sie, Pfarrer Sony, öffnen die Fenster, durchbrechen damit die dicken Mauern der Kirche und gewinnen gleichzeitig die Herzen der Menschen mit denen sie zusammenkommen.“

Pfarrer Sony weihte anschließend das renovierte Pfarrhaus. Danach zwängten sich die Menschen durchs Gebäude, um einen Blick ins Pfarrhaus zu werfen. Jeder Besucher wurde von Pfarrer Sony persönlich per Handschlag begrüßt. Marianne Rettenmaier empfing die Besucher im Pfarrbüro. Nach der Besichtigung waren alle zu einem Glas Sekt eingeladen.

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