Peter Polta will im Landkreis Heidenheim Landrat werden.
Peter Polta will im Landkreis Heidenheim Landrat werden. (Foto: LK HDH)
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Auf eine Feststellung legte Peter Polta Wert: Er habe seine Bewerbung „von außen“ in den Briefkasten geworfen. Der 52-jährige Jurist aus Mögglingen kandidiert für den im November zur Besetzung anstehenden Landrats-Posten in Heidenheim.

Das mit dem „von außen“ macht in Poltas Fall durchaus Sinn. Denn de facto ist Peter Polta schon seit März in dem Amt, in das er jetzt gewählt werden möchte. Seit sieben Jahren bekleidet der Mögglinger nämlich die Position des Ersten Landesbeamten beim Landratsamt Heindeheim. Und als solcher musste er für Landrat Thomas Reinhardt einspringen, der seit März dieses Jahres krankheitsbedingt nicht mehr im Dienst sein konnte und nur wenige Wochen später, im Juli, verstarb. Seither führt der 52-jährige Polta die Geschäfte im Landratsamt Heidenheim.

Und deswegen eben: von außen. Er bewerbe sich als Privatmann, nicht aus seiner aktuellen Funktion heraus, betont Polta. Wobei natürlich genau deshalb sein Name sofort als Nachfolger gehandelt wurde, seit Thomas Reinhardt bekanntgegeben hatte, für keine zweite Amtszeit mehr kandidieren zu können.

Landrat im Ostalbkreis? Das ist für Polta „kein Thema“

„Ich bin bereit, Verantwortung für den Landkreis zu übernehmen“, erklärte Peter Polta, nachdem er bereits am ersten Tag der Bewerbungsfrist seine Unterlagen abgegeben hatte. Den Kreisräten, die am Mittwoch, 6. November, den künftigen Landrat wählen sollen, ist Peter Polta gut vertraut. Besonders gelobt wurde er hier etwa in der Zeit der starken Zuwanderung von Flüchtlingen, als er den Arbeitskreis Asyl leitete und diese Aufgabe mit Bravour meisterte.

In der Frage seines Wohnsitzes sieht der 52-Jährige keine Probleme. Er lebt in Mögglingen, wo er in direkter Nachbarschaft zu seinen Eltern im Familienverbund wohnt. Sollte er zum Landrat gewählt werden, wolle er sich eine zusätzliche Wohnung in Heidenheim nehmen, sagt Polta.

Landrat zu werden, sagt der 52-Jährige, sei sein Traumjob. Er habe sich in den vergangenen sieben Jahren in viele Themen des Kreises eingearbeitet und habe das Gefühl, hier hinzugehören. Deshalb sei für ihn auch eine Bewerbung für das im kommenden Jahr ebenfalls neu zu besetzende Amt des Landrats im Ostalbkreis „kein Thema“ gewesen.

Er sei, so Polta, parteilos und wolle das auch bleiben. In seiner Bewerbung verzeichnet er viele Projekte, die er im Heidenheimer Landratsamt maßgeblich mit verantwortet habe: das integrierte Klimaschutzkonzept für den Kreis und seine Kommunen, die Gründung des Landschaftserhaltungsverbands, die Führungskräfteentwicklung und die Mitarbeitergewinnung und die Digitalisierung.

Aktuell sei er damit befasst, ein verbessertes Integrationskonzept für die Flüchtlinge mit zu erarbeiten, das auch die Arbeitsmigranten aus Osteuropa mit einschließe. Ganz wichtig sei ihm auch das Gesundheitswesen. Für das Klinikum in kommunaler Hand gebe es keine vernünftige Alternative. Deshalb stehe er zum eingeschlagenen Modernisierungskonzept und zum Krankenhaus-Soli des Landkreises.

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