Noisepollution bringen Retro-Rock nach Ellwangen

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Noisepollution hat den TSV-Ballroom in Ellwangen gerockt.
Noisepollution hat den TSV-Ballroom in Ellwangen gerockt. (Foto: Franziska Wiedenhöfer)

Selten gehörte Songs und Klassiker aus der Rockgeschichte haben Noisepollution im TSV-Ballroom auf die Bühne gebracht. Mit seinen Interpretationen begeisterte das Trio aus Schwäbisch Hall das Publikum. Als Vorband spielte Six Feet Further.

Six Feet Further haben sich Rock, Funk und Blues auf die Fahne geschrieben. Ob Songs von Jimi Hendrix oder den Red Hot Chilli Peppers: Paulus Ott an der Gitarre, Jos Langer am Schlagzeug und Simon Thumm am Bass lassen sich nicht so leicht festlegen. Auch mit eigenen Songs wie „Forever And A Day“ überzeugte die Ellwanger Truppe. Als Highlight hüpfte der zehnjährige Mathis Ott auf die Bühne und begleitete die Band des großen Bruders auf dem Keyboard.

Filigraner, dreistimmiger Gesang

Noisepollution beschreiben ihre Musik als Retro-Rock. Ihr musikalisches Können bewiesen die Musiker nicht nur an Gitarre, Bass und Schlagzeug, sondern auch mit exzellenten Chorarrangements. Ihr dreistimmiger Gesang hätte filigraner nicht sein können. „Wir bringen uralte Rockmusik aus den 1960er und 1970er Jahren auf die Bühne bringen“, sagt Bassist Jonas Vohlmann. Die Stücke arrangiert die Band neu. Dabei geht es den Musikern darum, was der Komponist mit dem Song ausdrücken wollte und was ihre Auffassung davon ist.

Die drei Musiker bedienen sich diverser musikalischer Elemente. „Wir beschäftigen uns viel mit Musik, auch über die Rockmusik hinaus“, so Schlagzeuger Jonas Martin. Darum fließen auch Elemente aus Jazz und Funk ein. „Eye In The Sky“ von Alan Parce Project und Neil Youngs „Southern Man“ versetzen die Zuhörer in der Zeit zurück. „Walk This Way“ von Aerosmith und „Sultans Of Swing“ von Dire Straits luden zum Tanzen ein. Auch Bands wie Led Zeppelin und The Who kamen nicht zu kurz.

Mit Spontaneität bei der Liedauswahl und Präzision ihrer Arrangements zeigten sich Noisepollution als wahre Meister ihres Handwerks. Das Trio musiziert bereits seit acht Jahren zusammen. Angefangen haben sie nach der Schulzeit. Mittlerweile sind sie studierte Musiker und produzieren eigene Songs. „Live-Musik macht unglaublich viel Spaß und besitzt eine unfassbare Energie. Und das ist ein Gefühl, das einem heruntergeladene Musik nicht geben kann“, sagt Bassist Vohmann.

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