IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Der Pfahlheimer Ortsvorsteher Wolfgang Seckler hat in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats die Katze aus dem Sack gelassen. Im Baugebiet „Pfahl“ nördlich des Ortes Pfahlheim wird ein neuer Bauabschnitt ausgewiesen. Damit unternimmt der Ortschaftsrat, einen Spagat zwischen der innerörtlichen Flurneuordnung und neuem Bauland auf der grünen Wiese.

Ortsvorsteher Seckler erinnerte eingangs daran, dass Pfahlheim den Schritt zur konsequenten innerörtlichen Weiterentwicklung eingeschlagen habe, um drohenden Leerständen im Ortskern entgegenzuwirken. Außerdem solle eine bloße Fokussierung auf Neubaugebiete mit der Gefahr des Ausblutens des Baubestands vermieden werden. Auch der schonende Umgang mit den landwirtschaftlichen Flächen sei ein entscheidender Faktor gewesen.

Da das gesamte Verfahren über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren angesetzt wurde, hatte der Ortsvorsteher bereits bei der Wohnflächenentwicklungskonzeption im Gemeinderat erklärt, dass er trotz der Chancen einer angestrebten innerörtlichen Bebauung die Ausweisung eines neuen Bauabschnittes im Bereich „Pfahl“ bei Bedarf fordern wolle.

Um der angestrebten Innenentwicklung nicht schon vor dem Start in die Parade zu fahren, sei das Thema eines neuen Baugebiets vom Pfahlheimer Ortschaftsrat bewusst aus allen öffentlichen Diskussionen herausgehalten worden. Dieses Stillschweigen und die viel schneller als gedachte Vermarktung der freien Bauplätze im Baugebiet „Am Limes“ habe aber zu einer Verunsicherung der bauwilligen Bevölkerung Pfahlheims geführt. Das „Schreckgespenst Pfahlheim ohne Bauplätze“ sei umgegangen, so der Ortsvorsteher.

Seckler habe aber bereits vorsorglich den absehbaren Bedarf bei der Stadtverwaltung angemeldet. Diese habe Wort gehalten und für manche Ortschaftsräte überraschend prompt reagiert. Erleichternd sei dazugekommen, dass sich die benötigte Fläche bereits seit vielen Jahren im städtischen Besitz befinde. Der Ortschaftsrat sei bereits in die Entwicklung eingebunden gewesen.

Auf keinen Fall will der Ortsvorsteher ein Sammelsurium abstrakter „Flachdachfarbschachtelkonstruktionen“, wie sie zum Beispiel in Dinkelsbühl und anderen umliegenden Ortschaften entstanden seien. Seckler sprach sich für moderne und passende Bauformen aus, die der traditionellen schwäbischen Bauweise nicht komplett entgegen stehen. Der zur Erschließung notwendige Betrag soll in den Haushalt 2019 eingestellt werden.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen