Neue spritzige „Feuerzangenbowle“ erntet minutenlangen Beifall

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 Es war doch nur ein „wänzäger Schlock“ Heidelbeerwein: Die Tanztheater-AG des Peutinger-Gymnasiums (PG) und die „Goldkehlchen“
Es war doch nur ein „wänzäger Schlock“ Heidelbeerwein: Die Tanztheater-AG des Peutinger-Gymnasiums (PG) und die „Goldkehlchen“ haben in der Mensa des PG mit dem musikalischen Tanztheaterstück „Die Feuerzangenbowle Next Generation“ begeistert. (Foto: Schneider)
Freier Mitarbeiter

Mit dem Tanztheaterstück „Die Feuerzangenbowle. Next Generation“ haben die Tanztheater-AG des Peutinger-Gymnasiums (PG) und die „Goldkehlchen“ am Dienstagabend vor vollem Haus in der Mensa der Schule begeistert. Die spritzige Inszenierung des Klassikers von Heinrich Spoerl und Wilfried Schröder wird am heutigen Donnerstag und am Freitag wiederholt.

Der Filmklassiker „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann in der Rolle des aufstrebenden Schriftstellers und „neuen Schölers“ Hans „Pfeiffer mit drei F“ ist Kult. Ob Szenen der legendären Filmkomödie aus dem Jahr 1944 in Ellwangen gedreht wurden, darüber wird gestritten. Beim Tanztheaterstück „Die Feuerzangenbowle. Next Generation“ des Peutinger-Gymnasiums ist jedenfalls alles made in Ellwangen. Dafür bürgen Sabrina Kristall und Melanie Stelzenmüller, die bravourös Regie führten und für die Choreographie verantwortlich zeichneten.

Schulleiterin zeigt schauspielerisches Talent

Seit Anfang des Schuljahres wurde jede Woche und an einem Wochenende in Niederalfingen fleißig geprobt. Das Resultat mit meisterhafter schauspielerischer Leistung, erfrischenden Tanzeinlagen und tollem Gesang bedachte das Premierenpublikum mit minutenlangem, stürmischen Applaus. Unter die hoch motivierten Akteure mischten sich auch Lehrerinnen und Lehrer, darunter mit viel Witz Schulleiterin Stella Herden.

In der ersten Szene unterhalten sich munter und angeheitert ein paar ältere Semester bei der Feuerzangenbowle über ihre Schulzeit, ihre Streiche und über Lehreroriginale. Hans Pfeiffer kann da nicht mithalten, er hat nie eine richtige Schule besucht, er wurde von einem Privatlehrer unterrichtet. Und so beschließt die illustre Runde: der Berliner Pfeiffer (überragend der Achtklässler Denis Saar) muss das inkognito auf dem Ellwanger Gymnasium nachholen.

Und so begegnet Hans Pfeiffer an der Penne nicht nur den quicklebendigen und zu allerlei Streichen aufgelegten Mitschülern Luck (überzeugend als Klassenprimus und pfiffig als Organisator eines schulfreien Tages: Benedikt Brech), Rosen (Frida Ernsperger), Knebel (Ricarda Ernsperger), Husemann (Clara Knost), Ackermann (Philipp Müller) und Melworm (Deborah Weidler). Nein, er trifft auch auf die originellen Pauker Schnauz („Sätzen Sä sich! Sä sänd albern!“, brillant, mit Fliege und Hosenträgern: Joshua Landes) und auf Bömmel („Wat is'n Dampfmaschin?“, ohne Schuhe und zu Scherzen aufgelegt: Leon Rensch). Und auf die Schuldirektorin (aufgetakelt und resolut: Leonie Elser), ihre Tochter (kess und stürmisch: Mia Dauser) sowie auf den Oberschulrat (Peter Mennicken). Pfeiffers sexy Verlobte Marion spielt Marie-Luise Stock, die Rolle der Zimmervermieterin Frau Winscheid übernahm Julia Tluk.

Bühnenbild und Plakat stammen von Gerhard Stock. Die Goldkehlchen leitet Tanja Gold-Hagel. Solistinnen sind: Nele Czarnecki, Romy Hirschle, Melanie Thorwart, Viola Rudolf, Anna Kammerer und Daniela Fuchs. In der Band spielen Thomas Roder, Markus Fingerle, Bernd Funk und Matthias Kleemann.

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