Nach dem Verlust im Vorjahr: Landjugend hofft auf mehr Besucher beim Grünen Ball

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 Annika Kurz, Geschäftsführerin der Kreislandjugend Ostalb.
Annika Kurz, Geschäftsführerin der Kreislandjugend Ostalb. (Foto: gäss)
gäss und Alexander Gässler

Die Landjugend lädt am Samstag, 11. Januar, zum Grünen Ball in der Ellwanger Stadthalle. Einlass ist um 19 Uhr. Das Programm mit den Grußworten und den Auftritten der einzelnen Gruppen beginnt um 20 Uhr, anschließend Tanzmusik. Der Eintritt kostet 7 Euro.

Der Grüne Ball der Landjugend ist der Auftakt zum Kalten Markt. Doch seit einigen Jahren lässt der Besuch zu wünschen übrig. 2019 gab es sogar ein dickes Minus in der Kasse – ein vierstelliges, wie Annika Kurz auf Nachfrage sagt. 176 zahlende Besucher waren einfach zu wenig.

Annika Kurz ist die Geschäftsführerin der Kreislandjugend Ostalb. Die 26-Jährige hat schon mehrere Grüne Bälle organisiert. Der kommende am Samstag ist aber „der letzte in diesem Format“, sagt die studierte Landwirtin aus Neuler. Und dafür gibt es einen weiteren Grund: immer weniger Helfer.

Vor allem in der Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd sinken die Mitgliederzahlen, aber auch in Aalen. Die Ellwanger Zahlen sind stabil, die Ortsgruppe hat 48 Mitglieder. Traditionell teilen sich die Ortsgruppen die Arbeit beim Grünen Ball. Die Schwäbisch Gmünder kümmern sich um den Getränkeausschank, die Aalener sind für die Küche zuständig, die Ellwanger übernehmen den Aufbau und die Organisation. Wenn man dann 60 Helfer braucht und am Ende ein Minus steht, ist das natürlich wenig motivierend, wie Annika Kurz weiß.

Die Landjugend musste nachträglich Sponsoren suchen, um die Verluste auszugleichen. Die Stadt erlässt ihr seit Jahren die Miete für die Stadthalle. Annika Kurz überschlägt grob: 300 Gäste braucht es, damit die Landjugend eben rauskommt. Und woran liegt es ihrer Meinung nach, dass der Grüne Ball nicht mehr so zieht? Vielleicht sei er nicht mehr so hip, mutmaßt sie. Vielleicht liege es auch daran, dass viele Menschen die Landjugend mit Bauern gleichsetzten, die oftmals „einfach abgestempelt“ würden. Allgemein, sagt Annika Kurz, fehle etwas die Jugend beim Kalten Markt.

Wie die Landjugend ihren Grünen Ball aufpeppen will, steht noch nicht fest. Von Festball bis Disko ist alles schon in der Überlegung gewesen, wie Annika Kurz sagt. Ende Januar will sich der Ausschuss festlegen – „damit man planen kann fürs nächste Jahr“. Bis dahin hat die Landjugend nochmals kräftig die Werbetrommel gerührt, war auf allen sozialen Kanälen im Internet aktiv. „Wir machen alles, dass die Leute kommen.“

Die Landjugend lädt am Samstag, 11. Januar, zum Grünen Ball in der Ellwanger Stadthalle. Einlass ist um 19 Uhr. Das Programm mit den Grußworten und den Auftritten der einzelnen Gruppen beginnt um 20 Uhr, anschließend Tanzmusik. Der Eintritt kostet 7 Euro.

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