Nach dem Feuer sterben die Fische

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Auf Großbrand folgt Fischesterben: Bei einem Großbrand in der Mühle im Kirchberger Ortsteil Lobenhausen ist auch ein Gebäude be
Auf Großbrand folgt Fischesterben: Bei einem Großbrand in der Mühle im Kirchberger Ortsteil Lobenhausen ist auch ein Gebäude be (Foto: Felix Kästle)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Auf Großbrand folgt Fischesterben: Bei einem Großbrand in der Mühle im Kirchberger Ortsteil Lobenhausen ist auch ein Gebäude betroffen gewesen, in dem größere Mengen Düngemittel gelagert waren. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der Feuerwehr ist verunreinigtes Löschwasser in die Jagst geflossen, wodurch ein Fischsterben ausgelöst wurde. Das Landratsamt Schwäbisch Hall hat Maßnahmen getroffen, um weiteren Schaden für die Fische zu verhindern.

Am Sonntag bei Sonnenaufgang hatte der Gewässerwart, der Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg ist, unterhalb der Brandstelle das Fischsterben bemerkt. Bei einer Wasserprobe wurde festgestellt, dass Ammoniumnitrat aus den Düngemitteln in den Mühlkanal gelangt ist. Der für Fische kritische Wert ist um das 200-fache überschritten worden. Darauf wurde der Mühlkanal vom Netz des Jagstgewässers getrennt.

Eine weitereUntersuchung hat ergeben, dass verunreinigtes Löschwasser durch den Damm in den Mühlkanal gesickert ist. Der Löschwasserrückhaltebehälter auf dem Gelände der Mühle wurde deshalb unverzüglich geleert, um weitere Einsickerungen zu verhindern.

Die Schadstofffahne in der Jagst hat mittlerweile den Gerabronner Ortsteil Elpershofen erreicht. An dem dortigen Wehr wird versucht, durch Wasserrückstau, das Einbringen von Frischwasser sowie durch Belüftung das verunreinigte Wasser zurückzuhalten. Der Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt der Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen.´

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