Zuschüsse für Eigenzell gibt es keine. 25 von 35 Eigentümern zweier Straßen haben Interesse für das schnelle Internet angemeldet. (Foto: dpa)
Josef Schneider

Wenn der Kanal in Eigenzell ausgewechselt wird, soll gleichzeitig das Kabel fürs schnelle Internet verlegt werden. Ortsvorsteher Arnolf Hauber appellierte im Ortschaftsrat an die Anlieger, sich anschließen zu lassen. Er wünschte sich eine möglichst 100-prozentige Zustimmung, „weil es die Sache dann lukrativer macht“.

Tiefbauamtsleiter Marco Pilenza sagte, Eigenzell sei weder schlecht noch richtig gut mit Internet versorgt. Deshalb gebe es auch keine Zuschüsse. Von 35 abgefragten Eigentümern in der Feldberg- und Braunenbergstraße hätten 25 Interesse am schnellen Internet. Der Ausbau kostet die Stadt rund 56 000 Euro, für die Hausanschlüsse fielen noch einmal 50 000 Euro an, die die Hausbesitzer ab Grundstücksgrenze selbst zu finanzieren hätten. Diese Kosten ließen sich deutlich reduzieren, wenn die Eigentümer Eigenleistungen erbringen. In den nächsten zehn bis 14 Tagen wolle man mit dem Ausbau beginnen. Pilenza kündigte an, mit jedem Eigentümer nochmals reden zu wollen.

Nächstes Jahr werde in der Hornbergstraße der Kanal ausgewechselt. Dann will die Stadt auch im Baugebiet Hofäcker schnelles Internet anbieten. „Wann wir ans Netz gehen können, kann ich heute noch nicht sagen“, so Pilenza: „Ich denke, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird.“ Hubert Uhl (CDU) fragte, ob dann auch alles unter der Erde sei. Pilenza ging auf die Problematik der Dachständer ein. Ihre Entfernung sei für die EnBW ODR wegen ihrer langen Lebensdauer von bis zu 80 Jahren im Moment noch unwirtschaftlich. Elisabeth Schmid (FBE) sprach sich dafür aus, als Stromkunden Druck auf die ODR auszuüben.

Der Breitbandausbau in Stocken soll nächstes Jahr kommen; 73 Prozent haben hier Interesse. In Holbach dagegen liegt das Interesse der Grundstückseigentümer lediglich bei 50 Prozent, in Schönau bei 65 Prozent, in Kalkhöfe bei 100 Prozent. „Die Leute sollen sich wirklich besinnen und mit auf den Zug aufspringen“, forderte Arnolf Hauber.

Er berichtete dann über die wilden Müllablagerungen bei den Altglascontainern am Weg zum Rindelbacher Sportgelände. Er habe sich deshalb mit der Abfallgesellschaft GOA in Verbindung gesetzt. Rindelbach sei kein Einzelfall, wurde ihm mitgeteilt. Die Hemmschwelle für solche illegalen Entsorgungen sei sehr niedrig, bedauerte Hauber und appellierte an die Bevölkerung, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.

Am Eselsbrunnen an der Gemeindeverbindungsstraße von Eigenzell nach Stocken ist die rückwärtige Mauer instabil. Laut Hauber wird sich der Baubetriebshof noch vor Wintereinbruch dieser Sache annehmen. Hubert Uhl (CDU) wies auf Undichtigkeiten beim Osterbrunnen in Rattstadt hin, Johanna Fuchs (CDU) auf die unzureichende Parkplatzsituation am Kindergarten. Arnolf Hauber teilte mit, dass der barrierefreie Zugang zur Kübelesbuckhalle in dieser oder der nächsten Woche instand gesetzt werde.

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