Massives Fischsterben: Prozess um Jagst-Unglück vom Sommer 2015 hat begonnen

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Die Feuerwehr löscht einen brennenden Mühlenbetrieb
Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen brennenden Mühlenbetrieb. (Foto: Sven Friebe / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Knapp fünf Jahre nach einem Feuer in einer Mühle im Kirchberger Ortsteil Lobenhausen, das zu einem massiven Fischsterben in der Jagst geführt hatte, hat ein Prozess gegen den mutmaßlichen Verursacher begonnen. Dem 24-Jährigen wird vor dem Amtsgericht Langenburg (Kreis Schwäbisch Hall) fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen.

Zum Prozessauftakt am Mittwoch erschien er nicht, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Stattdessen verlas sein Anwalt eine Erklärung. Verhandelt werde nach Jugendstrafrecht. Der Angeklagte war zum Zeitpunkt des Brandes in Kirchberg 20 Jahre alt.

Bei dem Unglück im Sommer 2015 war eine Mischung von Ammoniumnitrat aus Düngemitteln und Löschwasser in die Jagst geflossen. Tausende Fische verendeten in dem Fluss. Das Land startete danach über das Regierungspräsidium Stuttgart ein Aktionsprogramm, um die ökologischen Schäden zu beheben.

Der Prozess gegen den Angeklagten war einige Male verschoben worden, wie die Gerichtssprecherin weiter sagte. Am 29. Januar, dem zweiten Verhandlungstag, soll das Urteil gesprochen werden.

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