Mahnwache warnt vor einem Krieg zwischen den USA und dem Iran

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Rund 50 Friedensaktivisten haben am Samstag mit Transparenten vor einem Krieg gegen den Iran gewarnt.
Rund 50 Friedensaktivisten haben am Samstag mit Transparenten vor einem Krieg gegen den Iran gewarnt. (Foto: Schneider)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Mitglieder der Ellwanger Mahnwache haben am Samstag vor einem möglichen Krieg zwischen den USA und dem Iran gewarnt. Karin Böhme vom Aktionsbündnis Mahnwache konnte dazu rund 50 Mitstreiter begrüßen. Mit Plakaten und Transparenten machten die Akteure am Rande des Ellwanger Wochenmarktes auf ihr Anliegen aufmerksam.

„Die Brisanz eines drohenden Krieges zwischen den USA und der islamischen Republik Iran ist groß“, begründete Böhme den Aufruf zu der Friedensaktion am FuchseckDenn es sei durchaus wahrscheinlich, dass sich dieser Konflikt auf die umliegenden Staaten ausbreiten werde oder sich andere Großmächte beteiligen. Ein Vergleich mit der Situation im Jahr 2003 vor dem verheerenden Irakkrieg liege nahe, befand Böhme. Deshalb dürfe es nicht zu dieser „fatalen Eskalation“ kommen wie damals.

Forderung: Keine US-Militärflüge über deutsches Territorium

Gerhard Schneider berichtete danach noch von der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats und dessen Mahnung zu größtmöglicher Zurückhaltung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Das Dilemma: Daran halte sich US-Präsident Donald Trump nicht. Er habe via Twitter stattdessen mit „Auslöschung“ des Iran gedroht.

Dr. Dietrich Böhme vom Aktionsbündnis Mahnwache wies darauf hin, dass auch die ärztliche Friedensorganisation IPPNW vor einer militärischen Intervention im Iran eindringlich warne und die Bundesregierung bereits aufgefordert habe, sich weder „direkt oder indirekt“ an einem Krieg in Iran zu beteiligen. Böhme ergänzte, dass die Bundesregierung nicht zulassen dürfe, „dass über das deutsche Territorium US-Militärtransporte oder andere Maßnahmen für einen Krieg gegen den Iran durchgeführt werden“.

Mit bewegten Worten gab danach Bruder Manfred von den Comboni-Missionaren seiner Besorgnis über die drohende Entstehung eines Krieges Ausdruck, mit dem die Zivilbevölkerung in der Region erneut von Leid und großer Not überzogen werde. Er beschwor die religiöse Toleranz und das solidarische Zusammenleben als Grundlagen für den Frieden, und nannte die Hilfsbereitschaft der Ellwanger „ein leuchtendes Beispiel“ für die Aufnahme geflüchteter Menschen. Zu der Forderung "Kein Krieg gegen Iran" passend endete die Mahnwache mit dem Lied „Wir marschieren für die Welt, die von Waffen nichts mehr hält“.

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