„Macht Frieden für Syrien“

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Das Aktionsbündnis Mahnwache hat am Samstagvormittag am Fuchseck für zivile Lösungen für Syrien demonstriert.
Das Aktionsbündnis Mahnwache hat am Samstagvormittag am Fuchseck für zivile Lösungen für Syrien demonstriert. (Foto: Josef Schneider)
Josef Schneider

„Macht Frieden – zivile Lösungen für Syrien“ – mit dieser Forderung hat das Aktionsbündnis Mahnwache am Fuchseck mit Plakaten für ein baldiges Ende des Syrienkrieges demonstriert. Die rund 30 Teilnehmer sprachen sich dafür aus, den Friedensprozess unter UN-Verantwortung zu stärken, die Zivilgesellschaft einzubeziehen und die humanitäre Hilfe aufzustocken.

Voraussichtlich am 10. November wird der Bundestag über die Verlängerung des Mandats für den Einsatz der Bundeswehr in Syrien entscheiden. Das war Anlass für die Kundgebung am Fuchseck. Gerhard Schneider warnte, Krieg sei ein Verbrechen und mit nichts zu rechtfertigen. Es drohe ein neues militärisches Auslandsmandat, das Frieden bringen und den Terror besiegen solle, und voraussichtlich genau zum Gegenteil beitrage. Die Erfahrungen aus Afghanistan hätten gezeigt, Gewalt sei nicht mit Gewalt zu bekämpfen. Militärische Intervention bilde den Nährboden für Terrorismus.

Menschliche und politische Tragödie

Der Ellwanger Kinder- und Jugendarzt Dietrich Böhme sprach als Vertreter der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges. Der Syrienkrieg sei eine menschliche und eine politische Tragödie, eine humanitäre Katastrophe und ein Stellvertreterkrieg, sagte er: „Wir wollen ein Ende dieses Krieges.“ Der Syrien-Einsatz der Bundeswehr sei ein Schritt in die falsche Richtung.

Seine Frau, Karin Böhme, berichtete von ihren täglichen Kontakten zu zwei jungen Menschen aus Syrien und aus dem Libanon, die unendlich dankbar seien, dass sie in Ellwangen leben dürfen. Beide könnten es nicht fassen, dass die Bundesrepublik mit Waffen und mit Menscheneinsatz am Syrienkrieg beteiligt sei.

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