LEA Ellwangen: Das Vertrauen ist erschüttert

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Schwäbische Zeitung
Redakteurin Ellwangen/stellv. Redaktionsleitung

LEA ja oder nein? Schwer zu entscheiden. Sicher ist, die LEA hat uns 2015 aus unserem Paradies vertrieben. In der Kriminalstatistik hat sich die Zahl der Straftaten fast verdoppelt und ist seither kaum zurückgegangen, obwohl 2017 gefühlt ein ruhiges Jahr gewesen ist.

Vielen steckt noch der Schock in den Knochen, als Massenschlägereien, Ladendiebstähle und sexuelle Belästigungen das Zusammenleben stark belastet haben. Das macht es schwer, dem Frieden zu trauen. Bliebe alles, wie es jetzt ist, könnten sicher viele mit der LEA leben.

Wichtig ist es, Vertrauen zu schaffen. Das Zutrauen in Zusagen der Behörden ist durchaus schon erschüttert worden. Angefangen bei den Belegungszahlen, für die die allermeisten angesichts der Situation in Syrien wohl Verständnis hatten. Beim Landeskonzept für die Flüchtlingsunterbringung war das schon anders. Hier soll Ellwangen auf einmal eine tragende Rolle spielen, ohne vorher gefragt worden zu sein.

Aktuell droht noch ein ganz anderes Szenario. Die Große Koalition plant die Einrichtung von Ankerzentren, in denen Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive bis zu Abschiebung bleiben. Ob Ellwangen eines wird, ist offen. Ob es zu Ellwangen passen könnte? Sicher nicht.

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