Landestheater Dinkelsbühl führt „Aladdin“ auf

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 Großwesir Dschafar (Bernd Berleb) hat im Kinderstück „Aladdin“ mit den Händlern (Maike Frank, Gerald Liebenow) ein Hühnchen zu
Großwesir Dschafar (Bernd Berleb) hat im Kinderstück „Aladdin“ mit den Händlern (Maike Frank, Gerald Liebenow) ein Hühnchen zu rupfen. (Foto: Petra Rapp-Neumann)
Petra Rapp-Neumann

Spielfreudig und farbenfroh hat das Landestheater Dinkelsbühl im Speratushaus die Bühnenversion von „Aladdin aufgeführt und Besucher quer durch die Generationen begeistert.

Man erinnert sich gerne an Aufführungen von „Arielle“ und „Das Sams“ und spürt auch bei „Aladdin“ sofort, dass den Dinkelsbühlern Kinderstücke genauso wichtig sind wie Stücke für Erwachsene. Intendant Peter Cahn möchte das junge Publikum fürs Theater begeistern. Gerade bei Kindern müsse auf der Bühne immer etwas los sein, und die Handlung müsse stimmen. Mit „Aladdin“ unter der Regie von Jürg Schlachter ist dem Landestheater eine Punktlandung gelungen. Die hübsche Bauchtänzerin Samira (Tonja Gold) erzählt für ihr Leben gern Geschichten und macht ihrem Namen alle Ehre, heißt Samira doch „Plauderin in der Nacht.“ Sie entführte das Publikum auf den Marktplatz von Bagdad, auf dem zwei Händler (Maike Frank, Gerald Liebenow) lautstark ihre Waren feilboten. Man glaubte, wundersame Düfte des Orients riechen und frische Feigen auf der Zunge zergehen lassen zu können.

Samiras Freund Aladdin (Maximilian Westphal) hat zwar eine reine Seele, ist aber bettelarm. Er will um die Hand von Jasmin (Marietta Holl) anhalten, der Tochter des Sultans (Gerald Liebenow). Doch er hat keine Chance gegen den grimmigen Großwesir Dschafar (Bernd Berleb), einen bitterbösen „Mann von Geld und von Welt.“ Bis Aladdin die Wunderlampe findet und Dschinni (Maike Frank) auftaucht. Der gute Geist erlaubt ihm drei Wünsche. Aladdin kann den schwergewichtigen Sultan in Gold aufwiegen und seine Braut heiraten. Am Ende wird sogar der Geist aus seiner Knechtschaft befreit.

Liebe und Abenteuer, Fantasie und orientalisches Flair, flotte Musik, eine schwungvolle Choreografie, großartige Schauspieler, die singen können, sich auch mal unter die jungen Zuschauer mischten und in prächtigen Kostümen auf der aufwendig gestalteten Bühne flugs in verschiedene Rollen schlüpften – es hat alles gestimmt. So macht Theater Kindern und Erwachsenen Spaß.

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