Landesgartenschau als Chance

Lesedauer: 5 Min
 Das Alamannemuseum soll von der Landesgartenschau profitieren.
Das Alamannemuseum soll von der Landesgartenschau profitieren. (Foto: Archiv: Gralla, Beate)

Bei der jüngsten Hauptversammlung des Fördervereins des Alamannenmuseums ist es vor allem um die Zukunft des Museums gegangen. Die Verantwortlichen waren sich einig, dass die Landesgartenschau für das Haus eine große Chance sein kann. Die Stadt wurde aufgefordert, das Museum in die laufenden Planungen zur Landesgartenschau mit einzubinden.

Der Vorsitzende Werner Kowarsch freute sich, dass er neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern des Vereins auch Oberbürgermeister Karl Hilsenbek zur Versammlung begrüßen konnte. Das sei ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein.

Danach ging Kowarsch vor allem auf die zukünftigen Pläne für das Museum ein. So sollen die Kinderstationen weiter ausgebaut werden, dazu werde aber noch ein neues Konzept entwickelt. Sobald der Umbau des Limesmuseums in Aalen abgeschlossen ist, solle es außerdem eine Kombikarte Limesmuseum/Alamannenmuseum geben. Große Chancen für das Museum sah Kowarsch zudem in der Ellwanger Landesgartenschau. Kowarschs Ideen reichten von einem Alamannendorf über einen Pavillon bis hin zur kompletten Neugestaltung des Museums. Er legte der Stadtverwaltung ans Herz, die Alamannen, die Stadtgeschichte und somit auch das Museum in die Planung aktiv mit einzubeziehen.

Eintritt soll erhöht werden

OB Hilsenbek nahm die Anregungen dankend auf. Hilsenbek lobte die hervorragende Arbeit des Vereins und hatte sogar einen Vorschlag für eine neue Sonderausstellung im Gepäck. Hilsenbek schlug vor, den Grabungsarbeiten im Zuge der Marktplatzsanierung eine Exposition zu widmen sowie zum jüngsten Silbermünzen-Fund in Ellwangen. Allerdings könne es noch dauern, bis die Funde für eine Ausstellung freigegeben werden.

Museumsleiter Andreas Gut freute sich über eine positive Entwicklung der Besucherzahlen. 2017 habe man hier ein Plus von etwa sieben Prozent verzeichnet. Das Gros der Besucher machten dabei Schüler und Gruppen aus. Weiter erinnerte Gut an die vielen Aktionen des Museums. Das Spektrum sei vielfältig und reiche von biografischen Führungen und Lesenächten bis hin zu gut besuchten Sonderausstellungen. Weiter kündigte Gut an, dass der Eintrittspreis zum 1. Januar von derzeit drei Euro auf 3,50 Euro erhöht werden soll.

Schatzmeister Michael Spang informierte über ein Plus am Ende des Kassenjahres 2017. Dieses Plus sei aufgrund der vielen Investitionen des Vereins allerdings deutlich kleiner ausgefallen als 2016. Für das Ende des laufenden Jahres versprach Spang aber eine deutliche Erholung des Kontostandes, der Verein werde dann wieder größere finanzielle Spielräume haben.

Bei den abschließenden Wahlen wurden Hermann Krampfl als 2. Vorsitzender und Johannes Hirsch als Schatzmeister einstimmig gewählt.

Zum Ausklang des Abends gab es dann noch einen spannenden Lichtbildervortrag von Dr. Niklot Krohn vom Alamannenmuseum Vörstetten zum Thema „Zwischen Rassekunde und Rasterelektronenmikroskop – Alamannenforschung einst und jetzt“. Er gab einen detaillierten Einblick in die Geschichte der Alamannen, unternahm dabei auch einen Ausflug in die neuere Forschung und betonte unter anderem die Bedeutung des Gräberfelds „Wasserfurche“ in Lauchheim, wo an Knochen und Zähnen Pesterreger gefunden worden waren, die der Wissenschaft heute ganz neue Erkenntnisse liefern würden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen