Kunstbanausen schaffen eine Festival-Oase

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Zehn Jahre und kein bisschen leise: die Kunstbanausen auf der Juze-Festivalbühne.
Zehn Jahre und kein bisschen leise: die Kunstbanausen auf der Juze-Festivalbühne.

Zehn Jahre Bühnenerfahrung haben die Kunstbanausen noch lauter und noch rebellischer gemacht. Und darum haben die vier Musiker ihr Jubiläum auch nicht irgendwie gefeiert, sondern zusammen mit dem Jugendzentrum ein spektakuläres Musikfestival auf die Beine gestellt. Sieben Bands und Künstler tanzten mit rund 400 Gästen bis tief in die Nacht.

Unplugged-Künstler auf der Open-Air-Bühne und strahlender Sonnenschein schafften am frühen Abend einen entspannten Festivalauftakt. Auf Decken, Sofas und tanzend tummelten sich zahlreiche Gäste auf der Wiese vor dem Juze. Simon hat Mut-H, Manuel Lang und Michel Unplugged interpretierten altbekannte Lieder und aktuelle Hits. Mit leichten Klängen verzauberten die Virtuosen mit Akustikgitarren ihre Zuhörerschaft. „Zombie“ von den Cranberries und „Country Roads“ von John Denver wurden lauthals mitgesungen.

Als die Band „Bellamy“ die Bühne eroberte, war es vorbei mit den ruhigen Klängen. Zum ersten Mal an dem Festival-Abend schepperte es gewaltig auf der Bühne. Sofas und Lautsprecher im Juze fingen an zu wackeln. Die Extravaganz der Bandmitglieder mischte sich mit witzigen Songtexten wie „I Need A Water To Open My Beer“.

Wuchtigen Metall gab es danach von „Black O.A.K“ auf die Ohren. Die vierköpfige Truppe ließ es auf der Bühne ebenfalls ordentlich krachen und verführte selbst Nicht-Metaller im Publikum zum Headbangen.

Den ersten großen Moshpit des Abends lösten „Soul 44“ aus. Die Band coverte die Backstreet Boys, „Nachtbaden“ von Madsen und „Komplett im Arsch“ von Feine Sahne Fischfilet. Hammer!

Einzigartige Mischung aus Punk, Grunge und Reggea

Und das Stimmungsbarometer sollte tatsächlich noch weiter steigen. Denn als die „Kunstbanausen“ die Bühne betraten, tobte das Publikum auf dem Festival-Gelände regelrecht. Im Gepäck hatte die Band aus ihrem aktuellen Album „Feind im Kopf“. Aber auch Kuntsbanausen-Klassiker wie „Russisch Roulette“, „Song für Clowns“ und natürlich die Hymne auf Jolly Jumper durften bei dieser Jubiläumsfeier nicht fehlen. Die einzigartige Mischung aus Punk, Grunge und Reggea riss Fans im wahrsten Sinne des Wortes mit. Erst nach einer lauthals geforderten Zugabe durfte die Band die Bühne verlassen.

Danach wurde die Feier in die Räumlichkeiten des Juze verlagert. Dort heizte DJ Waldi den Festivalgästen weiter ein.

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