Keraamika kennen in Japan alle

Lesedauer: 3 Min

Beim Tanzwettbewerb Dance Delight in Tokio hat es für Keraamika dieses Mal nicht aufs Treppchen gereicht.
Beim Tanzwettbewerb Dance Delight in Tokio hat es für Keraamika dieses Mal nicht aufs Treppchen gereicht. (Foto: privat)

Der Show-Contest Dance Delight hat sich zu einer der größten und populärsten Hip-Hop- und Urban-Dance-Veranstaltungen in Japan entwickelt. 2015 hat sich die Ellwanger Urban Dance Crew Keraamika dort den Titel des Vize-Weltmeisters geholt. Dieses Mal haben es die Tänzer um Roman Proskurin zwar nicht aufs Siegertreppchen geschafft, aber sie sind mit vielen neuen Eindrücken auf die Ostalb zurückgekehrt.

Dem Tanzevent in Japan geht die deutsche Vorentscheidung Dance Delight Germany voraus. Eine Fachjury international renommierter Tänzer entscheidet, wer zum Finale nach Tokio fliegt.

Die Top 3 des Vorjahrs sind ohne Vorrunde qualifiziert und reisen zum Finale nach Japan, „allerdings auf eigene Kosten“, so Proskurin. „Für uns war es Ehrensache, Deutschland noch einmal zu vertreten.“ Zumal kein anderes deutsches Team fürs Finale nominiert wurde. Vize-Weltmeister wurde in diesem Jahr die Gruppe Evolvers aus Russland.

Auftritt vor13000 Zuschauern

Rund 13000 Zuschauer waren in Tokio live dabei. Auf Keraamika wartete eine besondere Überraschung: Weil der Gewinner des Vorjahrs seine Teilnahme abgesagt hatte, wurde der Vize-Weltmeister aufs Plakat gesetzt: „Ein deutsches Team, noch dazu aus Ellwangen, war in ganz Japan an jeder Ecke auf Plakaten zu sehen“, freut sich Roman „Rawmantic“ Proskurin noch immer.

Nach der Siegerehrung kamen die Tänzer von der Ostalb dennoch ins Grübeln: „Für einen kurzen Moment waren wir ein bisschen nachdenklich. Enttäuscht kann man nicht sagen, denn wir gingen ohne große Erwartungen in den Wettbewerb. Dennoch besteht natürlich immer Hoffnung, und nach der Überraschung vom letzten Jahr erst recht. Wir mussten kurz die harte Arbeit, das viele Training Revue passieren lassen, mit dem Wettbewerb abschließen und uns auf ein neues Kapitel einstimmen. Wir haben nichts zu verlieren, denn es zählt immer der Moment. Den Moment auf dem Treppchen hatten wir im letzten Jahr. Diese Spitzenleistung kann uns niemand nehmen.“

Das Plakat, das in ganz Japan zu sehen war, hat Keraamika nach Hause mitgebracht. „Wir freuen uns sehr auf unsere Familien, unsere Freunde und auf deutsches Brot“, sagt Roman Proskurin am Ende einer aufregenden Reise.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen