Junge Flüchtlinge starten beruflich durch

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 Die jungen Flüchtlinge feierten mit den Betreuerinnen vom Wilburgstettener Helferkreis ein Ausbildungsgenehmigungsfest.
Die jungen Flüchtlinge feierten mit den Betreuerinnen vom Wilburgstettener Helferkreis ein Ausbildungsgenehmigungsfest. (Foto: Tippl)
pet und Peter Tippl

Der Begriff ist sperrig, der Anlass aber trotzdem erfreulich: Im Wilburgstettener Begegnungszentrum konnte vor kurzem ein Ausbildungsgenehmigungsfest gefeiert werden. 15 jungen Flüchtlingen ist es Dank der Unterstützung eines engagierten Helferkreises in Wilburgstetten gelungen, einen Ausbildungsplatz in einem Handwerksbetrieb der Region zu finden.

Bei der Feier im Begegnungszentrum sah man nur fröhliche Gesichter. Neben den jungen Flüchtlingen freuten sich auch die Mitglieder des Helferkreises ebenso wie Vertreter der Gemeinde und der Handswerksbetriebe über dieses Beispiel gelungener Integration. 15 junge Menschen, die vor fünf Jahren mit der Flüchtlingswelle nach Süddeutschland gekommen waren, werden jetzt eine qualifizierte Berufsausbildung starten. Unter anderem werden die jungen Zuwanderer Ausbildungen als Mechatroniker, als Krankenpfleger, Schreiner, Maler, Fahrzeugbauer und Altenpfleger beginnen.

Auf dem Weg zur Lehrstelle wurden die Flüchtlinge von engagierten Helferinnen unterstützt. Dazu wurden im Begegnungszentrum unter anderem ein Integrationskurs und zahlreiche Deutsch-Kurse angeboten. Die Vernetzung mit den Helferkreisen aus Dinkelsbühl, Schopfloch und Feuchtwangen sei enorm wichtig gewesen und auch die Unterstützung durch die Gemeinde, betonte Anita Ilg vom Helferkreis. Bürgermeister Michael Sommer unterstrich, dass eine Kommune diese Betreuungsaufgabe gar nicht erbringen könne. Dem Helferkreis sprach er deshalb seinen „großen Dank“ aus.

Die Betreuerinnen lobten bei dem Fest einhellig die Einstellung der jungen Flüchtlinge. Selbst Betriebsinhaber, die anfangs skeptisch waren, seien vom Arbeitswillen und vom Fleiß ihrer neuen Auszubildenden begeistert, hieß es. Die Bereitschaft, sich zu integrieren, zu arbeiten und sich ein neues Leben in Deutschland aufzubauen, sei bei den jungen Leuten groß. Es wurden von den Helferinnen von der Bundespolitik aber auch „verlässliche Regelungen“ gefordert. Politische Ankündigungen für einen Zugang von Aslybewerbern zu Ausbildung und Arbeit müssten endlich auch umgesetzt werden und dürften nicht länger nur „Lippenbekenntnis“ sein.

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