Johann Sebastian Bach steigt von seinem Denkmalsockel

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 Johann Sebastian Bach steigt von seinem Denkmalsockel: Der Grundschulchor der Mittelhofschule und Musiker und angehende Musikle
Johann Sebastian Bach steigt von seinem Denkmalsockel: Der Grundschulchor der Mittelhofschule und Musiker und angehende Musiklehrer des Fachseminars Kirchheim/Teck haben das Musical „Bach Forever“ aufgeführt. (Foto: Josef Schneider)
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Mit dem Leben und Wirken des Barockkomponisten und Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach, mit seinen Kantaten, Passionen, Messen, Oratorien, Fugen und Präludien hat sich der Grundschulchor der Mittelhofschule ein gutes Vierteljahr befasst. Denn so lange haben die Proben für das moderne Musical „Bach Forever“ gedauert. Das spritzige Musical ist in der Turnhalle der Mittelhofschule aufgeführt worden.

Thomas Gabriel (Musik) und Andreas Bomba (Text) haben das peppige Musical für Basssolo, dreistimmigen gemischten Chor und Instrumente anlässlich der Leipziger Bachtage 2016 komponiert. Die Handlung: Der alte Johann Sebastian Bach steigt von seinem Denkmalsockel und lässt sich von einer Gruppe Jugendlicher in die Geheimnisse von Pop, Hip-Hop und Rap einweihen. Und dass die Musik des 1685 in Eisenach geborenen und 1750 in Leipzig verstorbenen Komponisten immer noch lebendig ist, hat der Grundschulchor der Mittelhofschule unter der Leitung von Karin Köditz und unter Mitarbeit der Lehrerinnen Ilona Wiedenhöfer und Roswitha Foltin in Kooperation mit Musikern des Pädagogischen Fachseminars Kirchheim/Teck eindrucksvoll bewiesen. Alle Mitwirkende waren mit Feuereifer bei der Sache. Vor allem die rockig-poppigen, jazzigen Elemente, die Orgelmusik und die Gesangssoli kamen beim Publikum in der voll besetzten Mittelhof-Turnhalle gut an.

Rund 40 Personen wirkten an dem 45-minütigen Musical mit. In die Rolle von Johann Sebastian Bach schlüpfte der Bassist Winfried Müller, der in Kirchheim unterrichtet. Das Gemeinschaftsprojekt von Mittelhofschule und Pädagogischem Fachseminar Kirchheim kam über Karin Köditz zustande. Denn die Pädagogin ist nicht nur Musiklehrerin an der Mittelhofschule, sondern auch Lehrbeauftragte für Musik am Fachseminar in Kirchheim/Teck.

In den spritzigen, gereimten Texten kamen der frühe Tod der Eltern von Johann Sebastian Bach, die Schulzeit am Gymnasium in Lüneburg, seine Wanderungen von dort nach Hamburg und Celle und das Zusammentreffen mit dem Komponisten Dietrich Buxtehude in Lübeck und dessen Einfluss auf Bach zur Sprache.

Im Dialog mit den Schülern berichtete Bach, dass er als Komponist nicht über Thüringen und Sachsen hinausgekommen sei. Und bei Bachs Heirat mit Maria Barbara kam dann noch etwas Ellwanger Lokalkolorit mit rein.

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