Im Borromäum blüht und brummt es

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Sie freuen sich über die insektenfreundliche Pracht in den Pflanzkübeln am Borromäum (von links): Eva Stengel, Annette Meidert,
Sie freuen sich über die insektenfreundliche Pracht in den Pflanzkübeln am Borromäum (von links): Eva Stengel, Annette Meidert, Vanessa Köder, Ansgar Baumann und die Kinder aus dem Hort 1 des Borromäums. (Foto: Borromäum)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Jeder, der einen Blühstreifen im Garten angelegt oder wie im Borromäum Kübel insektenfreundlich bepflanzt hat, ist eingeladen, Fotos und Beschreibung an den Nabu Ellwangen zu senden. Diese werden dann auf der Facebook-Seite der Aktion unter https://www.facebook.com/NABU.Ellwangen/ veröffentlicht – um möglichst viele Nachahmer zu gewinnen. Damit es wieder summt, brummt und zwitschert.

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Im Hof des Schülerhortes Borromäum in Ellwangen haben drei Pflanzenkübel ein etwas tristes Dasein gefristet. Nun sind sie erblüht und voller Leben, dank der Kinder, die im Rahmen der „Ich blüh auf“-Aktion des Naturschutzbunds (Nabu) Ellwangen aktiv geworden sind.

Unter der fachkundigen Anleitung von Vanessa Köder, Erzieherin am Schülerhort Borromäum, wurden zunächst die Koniferen aus den Trögen entfernt und an einen neuen Bestimmungsort gebracht. Dann schüttete man Pflanzerde auf und säte in einer gemeinschaftlichen Aktion ein. Die Kinder wachten darüber, dass angesichts der herrschenden Trockenheit fleißig und regelmäßig gegossen wurde. Und schon bald begannen sich zarte Schösslinge zu zeigen.

Aus ihnen sind nun teilweise mannshohe Pflanzen erwachsen: Zinnien, Kornblumen, Malven, Dill, eine große Distel, Buchweizen, Tagetes, Bienenweide und rispiger Fuchsschwanz, ein Amarantgewächs, stehen in voller Blüte und ziehen von nah und fern Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge an; zur großen Freude der Kinder, die beim Besuch der Nabu-Mitglieder Annette Meidert und Eva Stengel gleich ihr Fachwissen in Sachen Insekten vorbrachten.

„Mit dieser Maßnahme wollten wir ein Zeichen setzen und zeigen, dass sich auch kleinste Flächen in Mini-Naturparadiese verwandeln lassen. Die Kinder stehen häufig an den Kübeln und beobachten nun die Bienen und Wildbienen dabei, wie sie die Pollen sammeln. Selbst Schmetterlinge kommen zu Besuch“, sagte Borromäum-Leiter Ansgar Baumann, der sich ebenso wie seine Kollegen über die gelungene Aktion freut.

Es braucht also nicht unbedingt einen Garten. Auf jedem Balkon, jeder Terrasse lässt sich ein Behältnis insektenfreundlich bepflanzen und sichert so die Nahrungsgrundlage der inzwischen sehr bedrohten Bienen, Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge. Und die Vögel profitieren gleich mit, so der Nabu.

So ein Minigarten ist ganz pflegeleicht: Nachdem er verblüht ist, lässt man die Pflanzen auf jeden Fall bis zu dem Zeitpunkt stehen, an dem sie von selbst aussamen. Dann ist die Blüte auch im nächsten Jahr gewährleistet. Das komplette Abräumen erfolgt am besten erst im kommenden Frühjahr. Denn auf diese Weise haben die Insekten gleich noch ein Fortpflanzungs- und Rückzugsgebiet im Spätherbst und Winter – und Vögel finden auch im Herbst noch Nahrung.

Jeder, der einen Blühstreifen im Garten angelegt oder wie im Borromäum Kübel insektenfreundlich bepflanzt hat, ist eingeladen, Fotos und Beschreibung an den Nabu Ellwangen zu senden. Diese werden dann auf der Facebook-Seite der Aktion unter https://www.facebook.com/NABU.Ellwangen/ veröffentlicht – um möglichst viele Nachahmer zu gewinnen. Damit es wieder summt, brummt und zwitschert.

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