„Ich bin ein Star. Und dennoch in Gefahr!“

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Petra Rapp-Neumann

Starenkästen, Samentüten mit einer bienen- und insektenfreundlichen Blumenmischung und jede Menge Tipps: Beim Ellwanger Frühling hat der Nabu seine Aktion „Ich blüh’ auf“ vorgestellt.

„Wir wollen den Menschen Impulse geben, was sie tun können, damit es bei uns wieder summt, brummt und zwitschert. Das ist uns bei vielen gelungen.“ Hariolf Löffelad, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Ellwangen, und sein Stellvertreter Bernd Kreidler sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Initiative „Ich blüh‘ auf“. Der Infostand ist sowohl am Samstag auf dem Wochenmarkt als auch am verkaufsoffenen Sonntag am Fuchseck umlagert gewesen.

Viele Besucher informierten sich darüber, wie sie Nistkästen für den Star, den Vogel des Jahres, bauen können oder nahmen gleich einen mit: „Ich bin überwältigt“, so Kreidler. „Wir haben sehr viele Nistkästen verkauft.“ Griffige Slogans wie „Ich bin ein Star. Und dennoch in Gefahr!“ bringen der Aktion Aufmerksamkeit.

Jede Menge Infos gab’s auch zu Wildsamenmischungen und blühenden Stauden, mit denen man den Garten für blütenbestäubende Insekten neu anlegen kann. Steingärten sind out, blühende Vielfalt mit Nahrung, Schutz und Lebensraum für Singvögel und Insekten ist in.

„Die Zeit ist reif“, sagt Löffelad. „Die Menschen sehen, wie stark sich unsere Landschaft verändert und die Zahl der Schmetterlinge, Bienen und Käfer abgenommen hat. Viele möchten etwas tun, wissen aber nicht, wie.“ Es muss kein Garten sein, auch Balkonbesitzer können aktiv mitmachen. Der Nabu hat nützliche Tipps für alle, die es wieder blühen, summen und zwitschern lassen wollen. Man sei auch mit Schulen und mit der Stadt, die Grundstücke zur Renaturierung zur Verfügung stellen will, im Gespräch, sagt Löffelad. Es ist noch nicht zu spät, aber kurz vor Zwölf.

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