Heiraten im Alamannenmuseum

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 Die Alamannin im Hintergrund wartet schon auf Hochzeitsgäste. Ab April können sich Paare auch im Alamannenmuseum trauen lassen.
Die Alamannin im Hintergrund wartet schon auf Hochzeitsgäste. Ab April können sich Paare auch im Alamannenmuseum trauen lassen. Darüber freuen sich der Leiter des Standesamts, Jürgen Schäfer, Bürgermeister Volker Grab und Museumsleiter Andreas Gut (von links). (Foto: gr)
Redakteurin Ellwangen/stellv. Redaktionsleitung

Wer sich ab April im Alamannenmuseum das Ja-Wort geben will, kann sich ab Montag, 18. März, beim Standesamt nach den Details erkundigen, Telefon 07961 / 84-259 oder 07961 / 84-305.

Im Hintergrund eine dezent beleuchtete Halskette, Tonschalen in Virtrinen und eine Alamannin, die auf Gäste wartet: Der Raum im obersten Stockwerk des Alamannenmuseums hat eine ganz besondere Atmospähre. Dort können sich Brautpaare künftig trauen lassen. Und wenn dabei noch Interesse fürs Museum geweckt wird, umso besser.

Die Idee, auch im Museum Trauungen anzubieten, hatte Museumsleiter Andreas Gut. Seine Tochter hat in einem Museum in Stuttgart, dem Hegelhaus, geheiratet, auch im Automuseum in Singen können Brautpaare sich das Ja-Wort geben, warum also nicht auch im Alamannenmuseum in Ellwangen? Die Stadtverwaltung hat den Vorschlag gern aufgegriffen. Die Nachfrage nach besonderen Orten für Trauungen werde größer, sind sich der Leiter des Standesamts, Jürgen Schäfer, und Bürgermeister Volker Grab einig. „Wir erleben oft, dass nur noch standesamtlich geheiratet wird oder die kirchliche Hochzeit viel später ist“, sagt Grab. Die Brautpaare wünschten sich deshalb besondere Locations. Das Alamannenmuseum ist so eine.

Grab könnte sich vorstellen, dass die Hochzeitspaare nicht nur aus Ellwangen, sondern auch von weiter her kommen. Zum Beispiel Studenten aus Tübingen, die mittelalterliche Geschichte studieren. Auch für die Mittelalterszene könnte das Museum ein spannender Ort für eine Hochzeit sein, hofft Gut. Angst, dass sich die rechte Szene breit machen könnte, hat er nicht. Da gebe es in Ellwangen nur wenige Probleme.

Wer mag, kann die Hochzeit im Museum mit einer Führung verknüpfen oder mit einem Sektempfang im Museumsgarten. Die Trauung soll 100 Euro kosten, dazu kommen Bewirtungskosten und je nach Wunsch Führungen, zum Beispiel mit einem „Alamannen“, der von früheren Trauungsritualen erzählt. Woher man weiß, wie die ausgesehen haben? Das könne man in der „Edda“ nachlesen, sagt Gut. Das ist eine Sammlung von Götter- und Heldensagen aus dem Mittelalter.

Ab April können sich die ersten Paare montags bis freitags vor der Öffnung des Museums, also vor 14 Uhr, trauen lassen. An zwölf Terminen im Jahr bietet die Stadt auch samstags Trauungen an, sie kosten dann 160 Euro. Zwei dieser Samstagstermine sind aber schon fest für Hochzeiten im Palais Garten vorgesehen. Auch die sind ein neues Angebot (wir berichteten), das laut Schäfer sehr gut ankommt. Zehn Trauungen sind an den zwei Samstagen (1. Juni und 7. September) möglich, sieben Termine sind schon vergeben.

Nun gibt es also auch die Möglichkeit, im Museum zu heiraten. Fehlt unter den besonderen Hochzeitsorten in Ellwangen eigentlich nur noch das Schloss. Aber das ist ein anderes Thema.

Wer sich ab April im Alamannenmuseum das Ja-Wort geben will, kann sich ab Montag, 18. März, beim Standesamt nach den Details erkundigen, Telefon 07961 / 84-259 oder 07961 / 84-305.

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