Haus und Grund hat eine neue Geschäftsstelle

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 Haus und Grund hat eine neue Geschäftsstelle in der Schmiedstraße 6 in Ellwangen. Von links: Joachim Frey, Ottmar H. Wernicke,
Haus und Grund hat eine neue Geschäftsstelle in der Schmiedstraße 6 in Ellwangen. Von links: Joachim Frey, Ottmar H. Wernicke, Rolf J. Merz, Ursula Klozbücher, Franz-Xaver Berhalter. (Foto: hug)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Zeitgleich mit der Hauptversammlung von Haus und Grund ist die neue Geschäftsstelle in der Schmiedstraße 6 eröffnet und mit der ersten Mitgliederberatung auch gleich in Betrieb genommen worden. Die kostenfreie Sprechstunde findet mittwochs von 17 bis 18 Uhr statt.

Die Beratung erfolgt ehrenamtlich durch Rechtsanwalt Rolf J. Merz und Rechtsanwältin Ursula Klozbücher. Während der Geschäftszeit können auch Mietverträge bezogen werden.

Bei der Hauptversammlung dankte Vorsitzender Merz dem Ehrenvorsitzenden Brenner, der 50 Jahre lang einen Raum für die Mitgliederberatung zur Verfügung gestellt hatte.

Ellwangen will Wohnraum für Familien mit weniger Geld

Auch in Ellwangen sei die Wohnraumsituation angespannt, sagte Merz. Es gelte, potenzielle Vermieter zu überzeugen, auch in Zukunft zu vermieten. Die Stadt Ellwangen stelle derzeit Überlegungen an, ob und wie Wohnraum für Familien mit geringeren Einkünften geschaffen werden könnte. Auch das sogenannte Konversionsgelände solle nach Möglichkeit in diese Überlegungen einbezogen werden. In diesem Zusammenhang dankte Merz Egon Bertenbreiter von der Baugenossenschaft für dessen Engagement bei der aktuellen Schaffung von neuem Wohnraum.

Nach dem Bilanzbericht, der einen Überschuss auswies, referierte der Geschäftsführer des Landesverbands, Ottmar H. Wernicke, über die aktuellen Entwicklungen für Immobilieneigentümer. Er sprach die Vor- und auch die nicht unerheblichen Nachteile qualifizierter Mietspiegel oder städtischer Wohnbaugesellschaften an und ging auf die jüngst aufgeflammte Diskussion über eine mögliche Enteignung von Immobilieneigentümern ein. Anhand von Beispielen aus dem Ausland verdeutlichte er die Folgen der Mietpreisbremse, zeigte aber auch anhand von Beispielen aus der Schweiz, den Niederlanden und Schweden auf, dass durch eine Verschlankung der Baunormen das Bauen erheblich vergünstigt werden könne, und zwar ohne Verlust von Wohnqualität und -sicherheit. Nur wenn es gelinge, genügend neuen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, werde Deutschland weiterhin florieren.

Für das kommende Frühjahr kündigte Merz eine Feier zum 100-jährigen Bestehen des Ortsvereins an, zu der der gesamte Landesvorstand und ein hochkarätiger Vertreter aus der Politik als Gastreferent erwartet werden.

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