Großes Programm zum Tag des offenen Denkmals

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 Schloss Kapfenburg
Schloss Kapfenburg (Foto: Ralf Baumgarten)
jum

Alte Kirchen, stillgelegte Fabrikhallen und Burganlagen. Verborgene Keller oder längst vergessene Orte. Der Tag des offenen Denkmals öffnet Türen, die sonst meist für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Das Event findet am kommenden Sonntag, 8. September, statt.

Seit 1993 findet der Tag des offenen Denkmals jeden zweiten Sonntag im September statt. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das Motto wechselt jährlich. Anlässlich des 100. Jubiläums des Bauhauses lautet das Motto in diesem Jahr: „Moderne(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Hauptaugenmerk liegt auf den revolutionären Ideen sowie dem technischen Fortschritt, der die Kunst und Baustile prägt. In ganz Deutschland werden dazu wieder über 7500 Denkmäler ihre Türen öffnen. Wie jedes Jahr werden mehrere Millionen Besucher erwartet. Auch der Ostalbkreis beteiligt sich an der größten Kulturveranstaltung der Republik. Hier öffnen am Sonntag 20 Baudenkmäler ihre Pforten.

Ellwangen

Stadtführung: „Das alte Ellwangen in den Gassen“: Bei einer Führung durch die Gassen der Altstadt können die Besucher die Geschichte verschiedener Handwerkshäuser und ihrer Bewohner erfahren. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Brunnen am Fuchseck.

Kinderdorf Marienpflege: Im Jahr 1831 wurde das als Vierflügelanlage erstellte Kapuzinerkloster von 1729 in eine Kinderrettungsanstalt umgewandelt. Bei einer Führung können die Besucher die Kapelle, den Betsaal sowie ein Familienhaus besichtigen. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Kapuzinerplatz.

Basilika Sankt Vitus: Die Basilika gilt als bedeutendster spätromantischer Gewölbebau in Schwaben. Die Kirche wurde von 1182 bis 1233 im Stil der Wormser Bauschule, nach einer Brandkatastrophe der Abtei des Klosters, gebaut. Die Sakristei wurde im Jahr 1699 und die Kapelle 1701 angebaut. Treffpunkt zur Führung ist um 13.30 Uhr am Südeingang der Basilika.

Evangelische Stadtkirche: Die Stadtkirche ist Teil des ehemaligen Jesuitenkollegs und wurde von 1722 bis 1728 nach dem Entwurf der Ordensmitglieder Jakob Amrheim und Josef Guldimann erbaut. In der Kirche wird ein Konzert mit der Jungen Philarmonie Ostwürttemberg veranstaltet. Beginn ist um 18 Uhr. Karten können bei der Tourist Information Ellwangen erworben werden. Eine Karte kostet 19 Euro, Schüler zahlen 12 Euro.

Kapitularhof: Der Kapitularhof ist ein dreigeschossiger Massivbau mit Eckerker und einseitigem Walm und dient heute als Verwaltungsgebäude. Bei den beiden Führungen durch den Keller des Hofes ist Trittsicherheit und festes Schuhwerk erforderlich. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr und 15.30 Uhr.

Heilig-Geist-Kirche: Die Heilig-Geist-Kirche wurde im Jahr 1974 erbaut und ist ein Kunstjuwel in Fertigbauweise mit Ausstattungsgegenständen von 1737 bis 1741, aus der barockisierten, romanischen Basilika und der künstlerischen Ausgestaltung der Kirche von Künstlerpfarrer Sieger Köder. Das Denkmal hat von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Bei einer Führung können die Besucher sowohl die Kirche als auch das Sieger Köder Museum bestaunen. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der Dresdner Straße 19.

Bustour zu den Kapellen Rindelbach: Bei einer Bustour können Kapellen aus verschiedenen Epochen besichtigt werden. Diese sind die Eichkapelle Sankt Maria in Rindelbach, Kapelle Sankt Ulrich in Kalkhöfe, Kapelle Herz Jesu in Schönau, Kapelle Heilig Kreuz in Holbach, Ursulakapelle in Stocken, Gaststätte Grüner Baum in Stocken, Sebastianskapelle in Eigenzell sowie die Kapelle Heilig Dreifaltigkeit in Rattstadt. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Fahrtkosten betragen drei Euro pro Person, Schüler zahlen einen Euro. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es bei der Tourist-Information unter der Telefonnummer: 07961 84251. Anemldeschluss ist der 6. September. Treffpunkt zur Bustour ist um 12.45 Uhr bei der Firma OK Go in Neunheim sowie um 13 Uhr am Bahnhof in Ellwangen.

Alammenenmuseum und Nikolauskapelle: Das ehemalige Armen- und Siechenhaus aus dem Jahr 1593 besteht aus der Nikolauskapelle mit spätmittelalterlichem Kern, welche im 17. Jahrhundert umgebaut wurde, und aus dem ehemaligen Pfründerhaus, welches von 1999 bis 2001 zum Alamannenmuseum umgebaut wurde. Das Denkmal hat von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Bei einer Sonderführung durch das Museum können Besucher zudem die Sonderausstellung „Rom vor der Haustür“ der Archäologie-AG des Peutinger Gymnasiums bestaunen. Treffpunkt ist um 15 Uhr.

Schloss ob Ellwangen: Das Schloss ob Ellwangen ist ein fürstpröpstliches Residenzschloss mit einer befestigten Schlossanlage. Das Schlossmuseum hat von 10.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Bei einer Sonderführung durch das Schloss können sich die Besucher auf die Spuren bedeutender Ellwanger Hofhandwerker begeben. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Museumskasse. Für die Führung fällt der Museumspreis in Höhe von 3,50 Euro an.

Sebastianskapelle: Die Sebastianskapelle wurde im Jahre 1837 zu einem Wohngebäude umgebaut. Im Jahr 2000 wurde sie umfassend renoviert und seither wieder als Kapelle der Ökumene genutzt. Das Denkmal hat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Als Ansprechpartner ist Arnolf Hauber, Ortskurator Ellwangen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, vor Ort.

Rainau-Dalkingen

Limestor Dalkingen: Der prunkvolle Ehrenbogen des Limestors wurde für Kaiser Caracalla, nach dem siegreichen Feldzug gegen die Germanen 213 nach Christus, errichtet. Das Denkmal hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Bei der Führung „Antike trifft Moderne“ können die Besucher das harmonische Zusammenspiel des antiken Baukörpers und der modernen Glas-Einhausung bestaunen. Treffpunkt ist um 15 Uhr.

Kirchheim

Kloster Kirchheim: Das Innere der ehemaligen Klosterkirche ist seit der Fastenzeit wegen Bauschäden gesperrt. Vom Kirchendachboden bis zum Theaterkeller bieten dennoch zahlreiche Stationen einen Einblick in die Geschichte des inzwischen über 750 Jahre alten Klosters. Nach einer Klosterführung können die Besucher eine Ausstellung im Prälatensaal und der ehemaligen Äbtissinnenwohnung besichtigen. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Klosterbrunnen im Klosterhof.

Lauchheim

Schloss Kapfenburg: Schloss Kapfenburg liegt im Ostalbkreis auf einer Bergnase des Albtraufs, 130 Meter über der Stadt Lauchheim. Seit Oktober 1999 hat die Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg ihren Sitz in den Mauern der ehemaligen Deutschordensfeste. Es werden zwei Führungen angeboten, um 11 Uhr sowie um 14 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Torhaus, direkt beim Haupteingang.

Barbarakapelle: Die Barbarakapelle wurde etwa im Jahr 1395 gebaut und 1610 umgebaut. Seit 1951 ist sie eine evangelische Kirche. Bei der Renovierung wurden im Chor wertvolle Fresken von 1520 entdeckt, die die Passion Christi, die Barbaralegende und weitere Heilige darstellen. Das Denkmal hat von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Es werden stündlich Führungen zu dem Thema Bau- und kunsthistorische Erläuterungen angeboten.

Bopfingen

Museum im Seelhaus: Das Seelhaus wurde im Jahr 1090 errichtet und wird seit 1987 als städtisches heimatgeschichtliches Museum zur Geschichte der Kelten und des Ipfs genutzt. Das Denkmal hat von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen werden auf Anfrage angeboten. Weitere Informationen gibt es bei der Stadt Bopfingen unter der Telefonnummer: 07362 / 80138.

Ehemaliger jüdischer Friedhof Oberdorf: Der im Jahr 1825 angelegte Friedhof beherbergt 467 Grabsteine. Bei der Führung zum jüdischen Bestattungswesen können die Besucher etwas über historische Ereignisse der Synagoge Oberdorf und ihre ehemaligen Gemeindemitglieder sowie ein umfassendes Bild der jüdischen Alltagskultur und Bestattungssitten erlangen. Führungen werden auf Anfrage veranstaltet. Weitere Informationen sind bei der Stadt Bopfingen unter der Telefonnummer 07362 / 80138 erhältlich.

Gedenk- und Begegnungsstätte ehemalige Synagoge Oberdorf: Die ehemalige Synagoge ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte sowie ein Museum zur Geschichte der Juden im Ostalbkreis. Das Denkmal hat von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen werden auf Anfrage angeboten. Weitere Informationen erhalten sie bei der Stadt Bopfingen unter der Telefonnummer: 07362 80138.

Stolch`sches Wasserschloss Trochtelfingen: Das Wasserschloss steht auf einer ursprünglich römischen Befestigung. Es handelt sich um die letzte noch erhaltene Burganlage der vormals fünf in Trochtelfingen bestehenden Burgen und Schlösser. Das Schloss wird derzeit vom Schlossherrn restauriert. Das Denkmal hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es werden stündlich Führungen zu dem Thema Restaurierung und Wiederherstellung angeboten.

Heubach

Miedermuseum: Das Miedermuseum befindet sich seit 2005 im Heubacher Schloss. Es präsentiert die örtliche Textilgeschichte sowie eine Sammlung weiblicher Korsetts und Dessous. Diese ist auf den Denkmalcharakter des Schlosses abgestimmt. Das Denkmal hat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen auf Anfrage. Weitere Informationen gibt es bei der Stadt Heubach unter Telefon 07173 / 18151.

Königsbronn

Flammofen der Schwäbischen Hüttenwerke: Der Flammofen war von 1820 bis etwa 1920 in Betrieb und diente zur Herstellung von Kanonenrohren und Hartgusswalzen. Das Denkmal hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es werden drei Führungen zum Thema Eisenverhüttung durchgeführt. Führungsbeginn ist um 11 Uhr, um 13.30 Uhr sowie um 15.30 Uhr.

Kannenmuseum: Die ehemalige Pfisterei des Klosters Königsbronn aus dem 16. Jahrhundert wurde 2006 restauriert und für eine Schenkennutzung und ein Porzellanmuseum hergerichtet. Das Denkmal hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es werden drei Führungen zum Thema rund um das Porzellan durchgeführt. Führungsbeginn ist um 11 Uhr, um 13.30 Uhr sowie um 15.30 Uhr.

Feilenschleiferei: Die 1858 erbaute ehemalige Feilenschleiferei Burr an der Brenz wurde bis 1990 genutzt. Seit diesem Jahr ist eine Schmiede eine weitere Attraktion auf dem Gelände der Feilenschleiferei. Das Denkmal hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Es werden drei Führungen zum Thema Feilenherstellung angeboten. Führungsbeginn ist um 11 Uhr, um 13.30 Uhr sowie um 15.30 Uhr.

Dinkelsbühl

Zeitgleich mit dem Tag des offenen Denkmals, feiert Dinkelsbühl Stadtfest. Hier öffnenen vier Denkmäler ihre Pforten, darunter auch das...

Zeughaus der Kinderzeche: Der massive Fachwerkbau vom Beginn des 16. Jahrhunderts wurde 2007 zum begehbaren Fundus für Waffen, Kostüme und Requisiten des Festspiels „Die Kinderzeche" umgebaut. Es wird zur jeder vollen Stunde eine Führung angeboten.

Crailsheim

Dampflok-Bahnbetriebswerk Crailsheim: ist ein Kreuzungs- und Grenzbahnhof zu Bayern von 1866 mit großem Bahnbetriebswerk, Lokschuppen, drei Drehscheiben und Bekohlungsanlage. Noch vorhanden ist unter anderem die Lokremise von 1866 und die Lokleitung von 1920. Weitere Teile wurden neu aufgebaut. Das Denkmal hat von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Es werden drei Führungen angeboten. Führungsbeginn ist um 12 Uhr, um 14 Uhr sowie um 16 Uhr.

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