Großartiges Adventskonzert des Heeresmusikkorps

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 Ein mitreißendes Adventskonzert hat das Heeresmusikkorps Veitshöchheim in der evangelischen Stadtkirche gegeben.
Ein mitreißendes Adventskonzert hat das Heeresmusikkorps Veitshöchheim in der evangelischen Stadtkirche gegeben. (Foto: Thomas Siedler)
Freier Mitarbeiter

Beim Adventskonzert der Bundeswehr in der evangelischen Stadtkirche begeisterte das Heeresmusikkorps Veitshöchheim mit Werken von Monteverdi, Händel und Leonard Cohen. Das Auditorium in der übervollen Kirche spendete stehend Applaus.

Unter der Leitung von Oberstleutnant Roland Kahle begann das eineinhalbstündige, abwechslungsreiche Benefizkonzert mit dem grandiosen „Domine ad adiuvandum“ von Monteverdi. Mit g Leidenschaft und mit Dynamik ging es weiter mit dem „Ceremonial March“ des zeitgenössischen belgischen Komponisten Jan van der Roost. Alle Register, inklusive Glocken, zog das Musikkorps bei dessen „Canterbury Choral“.

Mit dem italienischen „Lascia ch’io pianga“ (Lass mich weinen) von Händel überzeugte Solosopranistin Anja Stegmann. Nach einer Suite aus Händels „Wassermusik“, kraftvoll und majestätisch vorgetragen vom Heeresmusikkorps, entführte sie ihre Zuhörer mit Gustav Mahlers „Urlicht“ aus „Des Knaben Wunderhorn“ din ein Traumland

OB: Ein Highlight in der Adventszeit

Dass Anja Stegmann nicht nur auf Italienisch und auf Deutsch singen kann, bewies sie bei „Gabriellas Song“ aus dem schwedischen Kinofilm „Wie im Himmel“. Riesiger Applaus war der Sopranistin für diese fantastische Einlage sicher. Später, am Ende des Konzerts, bei der Zugabe des Heeresmusikkorps, sang sie noch Leonard Cohens „Hallelujah“.

Zwischendurch gab es vom Heeresmusikkorps weitere musikalische Leckerbissen zu hören, wie den schwungvollen Konzertmarsch „Sine nomine“ , das „Spirit of the seasons“ aus dem Film „Der Polarexpress“ und dem Kirchenlied „Engel, die auf Feldern singen“, besser bekannt als „Gloria in excelsis deo“, ebenfalls mit der großartigen Anja Stegmann. Dafür ernteten die Ausführenden minutenlangen Beifall. Mit dem Schlusssatz „Dona nobis pacem“ aus Bachs „h-Moll-Messe“ verabschiedeten sich die Musiker. Dirigent Roland Kahle erinnerte dabei an die deutschen Soldaten, die in Litauen an der Nato-Außengrenze stehen, „um keine Versuchungen aufkommen zu lassen“.

Durch das Programm führte Hauptfeldwebel Thomas Althön. Pfarrer Martin Schuster war zu Beginn auf die Geschichte der evangelischen Stadtkirche eingegangen, die Jesuitenkirche und im württembergischen Königsreich Garnisonskirche war.

Soldaten seien in Ellwangen immer gern gesehen gewesen, sagte Oberbürgermeister Karl Hilsenbek und freute sich, dass die Bundeswehr der Stadt musikalisch die Treue gehalten habe. Denn das alljährliche Adventskonzert des Heeresmusikkorps sei ein „Highlight in der Adventszeit“.

Der Leiter des Sprachenzentrums Süd, Wolfgang Banek, freute sich ebenfalls über den Auftritt. Torsten Schäufele, Regionalstellenleiter des Bundeswehrsozialwerks, stellte die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“ vor und dankte für die Spenden, die zur Finanzierung von Freizeiten für behinderte Kinder aus Bundeswehrfamilien eingesetzt werden.

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