Gibt es eine Rattenplage in Ellwangen?

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Eine Ratte vor einem hölzernen Hintergrund
Pet rats on a wooden background (Foto: Photographer: George Dolgikh)
Freier Mitarbeiter

Bei Auftreten von Ratten kann man sich an das Tiefbauamt der Stadt Ellwangen wenden. Für die Entsorgung von toten Tieren ist der Baubetriebshof zuständig.

Gibt es eine Rattenplage in Ellwangen? Eine Hausbesitzerin im Kapuzinerweg hat über mehrere Tage hinweg beim Vogelfüttern auf ihrer Terrasse eine Ratte gesehen. Laut Stadt gibt es aber keine Plage.

Die Frau war geschockt. „Ich hab mich aufgeregt. Das ekelt mich furchtbar“, berichtet sie. Eine Woche ist die Ratte immer wieder aufgetaucht, sagt die weit über 80-jährige Frau. Die Ratte sei nicht scheu gewesen. Die Seniorin wandte sich ans Ordnungsamt. Seit sie keine Vögel mehr füttert, hat sie Ruhe, die Ratte ist verschwunden.

„Ich füttere die Vögel eigentlich das ganze Jahr über“, sagt die Ellwangerin. Doch als sie sah, wie eine Ratte ins Vogelhäuschen sprang und das Vogelfutter auffraß, war ihr die Lust vergangen. Fütterungsstellen für Haustiere und Vögel werden von Ratten gerne aufgesucht.

Beliebt sind Containerstandorte, wo Leute wilden Müll ablagern, und Speisereste dabei sind, das zieht die Ratten an.

Anselm Grupp, Stadtsprecher

Dann ist Vorsicht geboten, denn die Nagetiere können eine ganzen Reihe von gefährlichen Infektionskrankheiten übertragen. Wander- und Hausratten vermehren sich rasant, wenn sie leichten Zugang zu Nahrungsmitteln haben, wie in Vogelhäuschen

Der Pressesprecher der Stadt, Anselm Grupp, gibt Entwarnung für Ellwangen. „Wir haben aktuell keine Rattenplage“, sagt er auf Nachfrage der „Ipf- und Jagst-Zeitung“. Grupp berichtet jedoch von vereinzelten Anrufen, dass es in einzelnen Straßen Ratten gebe: „Aber es ist im Normalbereich.“ In keiner Straße hätten sich mehrere Anwohner gemeldet. Grupp weist darauf hin, dass Ratten vermehrt unterwegs sind, wenn es warm wird und Leute viel Kompost oder Biomüll draußen stehen haben.

„Beliebt sind Containerstandorte, wo Leute wilden Müll ablagern, und Speisereste dabei sind, das zieht die Ratten an“, sat Grupp. Ab April, Mai gebe es deshalb auch mehr Ratten und mehr Anrufe.

Das Thema Rattenplage habe man in Ellwangen alle zwei Jahre. In den vergangenen Jahren habe man auch ein stärkeres Aufkommen von Ratten an Gewässern gehabt, sprich an der Jagst. Grupp versichert, wenn es zu viele Ratten und zu viele Anrufe würden, beauftrage die Stadt einen Kammerjäger. Er rät zu einem sorgsamen Umgang mit Biomüll.

Diese Tipps helfen einem Rattenbefall vorzubeugen.

Bei Auftreten von Ratten kann man sich an das Tiefbauamt der Stadt Ellwangen wenden. Für die Entsorgung von toten Tieren ist der Baubetriebshof zuständig.

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