Fritz Widmann ist jetzt Ritter der Goldenen Sau

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Fritz Widmann (Mitte) ist jetzt Ritter der Goldenen Sau. (Foto: Schneider)
Schwäbische Zeitung
Josef Schneider

Fritz Widmann ist am Fastnachtssonntagabend im „Roten Ochsen“ von der Schwarzen Schar zum Ritter der Goldenen Sau gekürt worden. Sein Vater Hans hat diese Auszeichnung schon seit langem.

„Auf Grund der Proklamation am Fastnachtsssonntag 1951 verleiht der Pennäler Schnitzelbank im 163. Jahre ihres Bestehens dem Fritz Widmann in Anerkennung seiner großen Verdienste um die alte echte Ellwanger Fastnacht den Orden der Goldenen Sau am blau-rot-goldenen Band. Mit dem Orden ist der Titel Ritter der Goldenen Sau verbunden. Der Ritter der Goldenen Sau ist lebenslänglich berechtigt, den Orden während der Ellwanger Fastnacht öffentlich zu tragen“, so lautet die Urkunde, die der exzellente FCV-Büttenredner Fritz Widmann nun sein Eigen nennt.

„Widmanns Hans freut sich, dass seine/Sau sich bald nicht mehr alleine/Fühlt, weil Fritz nun sorgt für ein/Goldenes Geschwisterlein“, heißt es zu diesem Ereignis passend in der Schnitzelbank. Fritz Widmann bedankte sich bei der Schwarzen Schar, wie es sich gehört, mit einer geschliffenen, in Schwäbisch verfassten Rede. „Einen Riesenanteil hat, also Schwanz ond Ohren, Schinken satt, an dieser goldnen Sau am Bande, unbestritten hierzulande die gesamte Widmannschaft, welche doch mit äller Kraft, schön, dass es doch noch so was gibt, die Fasnacht hier im Städtle liebt! So gibt’s doch in der Gärtnerei seit jeher scho a Narretei. Drum ghört a guat’s Stück Sau – s’isch klar, nadierlich der Geschwisterschar!“, reimte der Ellwanger.

„Bloß g’stohla hend’s mir Jonge net, s’war der Samen fürs Sextett, von oim, wos wirklich hoißt ,Der kann’s’, der altgediente Widmanns Hans! Von dem da soll ich hier recht griaßa, er hätt drhoim heit bleiba miaßa. Ein Laufwerksschada tät ihn hindern, im Rot Ox heut mit den Kindern, zu tanzen wie dr Lomp am Stecka. So losst drhoim er sich’s heut schmecka ond drenkt zwoi saubre Viertel glatt, wo er doch oimol sturmfrei hat! I soll au saga zu de Leit, dass er sich wirklich ganz arg freit, dass sei Fritzle häb jetzt au, so wie er, a goldne Sau!“

Auch Markus Wieser, Organisator der „Schnitzeltour“, kam zu höchsten Ehren, die Pennäler reimten in ihrer Schnitzelbank: „Auf den Straßen rauf und runter/Markus Wieser, immer munter/Lebt die Fastnacht Tag für Tag/Drum die Gold’ne Sau ihn mag.“

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