Friedensforum hält Mahnwache

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 Das Friedensforum gedenkt jedes Jahr bei einer Mahnwache am Fuchseck der Opfer der Reichspogromnacht von 1938. Das Foto entstan
Das Friedensforum gedenkt jedes Jahr bei einer Mahnwache am Fuchseck der Opfer der Reichspogromnacht von 1938. Das Foto entstand 2018. (Foto: Archiv: Thomas Siedler)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Das Ellwanger Friedensforum veranstaltet am Samstag, 9. November, um 18 Uhr am Fuchseck eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht. Die jährlich wiederkehrende Gedenkveranstaltung soll an alle Nachbarn jüdischen Glaubens erinnern, welche im „Dritten Reich“ als erste dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer fielen.

Am 9. November 1938 erreichte das jahrelange Leiden diskriminierter und entrechteter jüdischer Menschen eine ungeahnte Dimension: In ganz Deutschland wurden jüdische Mitbürger von Nazibanden terrorisiert und ermordet. Bei den propagandistisch als „Reichskristallnacht“ verbrämten nächtlichen Pogromen zündeten SA-Schergen Synagogen an und plünderten jüdische Geschäfte, deren Besitzer sie aus ihren Wohnungen zerrten und verprügelten.

Josef Baumann und Peter Maile berichten von Misshandlungen jüdischer Mitbürger in unserer Region, bis hin zur Erschießung eines Mannes. Elmar Ries läßt Zeitzeugen zu Wort kommen und rezitiert jüdische Texte.

Den 9. November als geschichtsmächtiges Datum für Deutschland bezeichnet Gerhard Schneider mit Hinweisen auf grundlegende politische und gesellschaftliche Zäsuren der deutschen Revolution von 1918, der Reichspogromnacht 1938, mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 sowie der friedlichen Revolution des Novembers 1989.

Das Gedenken wird von Klaus Prohaska mit der Klarinette musikalisch eröffnet und begleitet.

Die Bevölkerung wird gebeten, Kerzen zu der Gedenkfeier mitzubringen.

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