Energiegenossenschaft plant Kooperationen

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Der Bürgerwindpark Virngrund erwirtschaftet ein Plus. Das freut die Anteilseigner der Energiegenossenschaft.
Der Bürgerwindpark Virngrund erwirtschaftet ein Plus. Das freut die Anteilseigner der Energiegenossenschaft. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung
Josef Schneider

Die Energiegenossenschaft Virngrund setzt weiter auf Sonne, Wind und Wasser. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich.

Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Volker Grab kündigte neue Geschäftsfelder mit Photovoltaik an: „Es geht um Kooperationen mit Kommunen aus dem Virngrund. Wir hoffen, dass wir da weiterkommen.“ Auch Parkflächen in Verbindung mit Elektromobilität könnten ein Geschäftsfeld für die Genossenschaft werden.

Auch im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung würden Energiegenossenschaften als nachhaltige und krisenfeste Unternehmensform erwähnt, sagte Volker Grab. Deshalb könne man mit gewissem Vertrauen in die Zukunft schauen. Die Energiegenossenschaft mit inzwischen 326 Mitgliedern beschloss 2,5 Prozent Dividende auszuzahlen. Sie habe sich klasse entwickelt, sagte Grab.

Bürgerwindpark Virngrund erwirtschaftet ein stattliches Plus

Der technische Vorstand, Willi Gresser, berichtete über das Geschäftsjahr 2017, die drei 2016 im Hospitalwald in Betrieb gegangenen Windkraftanlagen, über die Wasserschnecke, das Licht-Contracting in der Eichenfeldhalle und die neun Photovoltaikanlagen. Sie sind auf den Dächern von Kübelesbuckhalle, Reithalle Neuler, Mittelhofschule, Grundschule Rindelbach, Bauhof, Feuerwehr, Stadtwerken und bei der Kläranlage. Alle zusammen brachten rund 627 000 kWh Strom. Gresser sprach von einem sehr guten Ergebnis. Auch der Bürgerwindpark Virngrund erwirtschafte ein stattliches Plus: „Wir haben die richtigen Räder an der richtigen Stelle platziert.“

Der kaufmännische Vorstand, Friedrich Schluck, freute sich über eine kontinuierlich gute Entwicklung. Im Moment gibt es mangels neuer Projekte eine Mitgliedersperre.

Die Bilanzsumme beträgt 1,829 Millionen Euro, der Bilanzgewinn liegt bei 42 900 Euro. In die Rücklagen fließen 14 100 Euro. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3600 Euro erhöht, der Bilanzgewinn um 17 800 Euro. Das Eigenkapital liegt bei 1,211 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten liegen bei rund 570 000 Euro. Von den Verbindlichkeiten entfallen 443 000 Euro auf den Bürgerwindpark, 116 000 Euro auf die Photovoltaik-Anlage der Reithalle Neuler und 10 000 Euro auf die Anlage auf der Kübelesbuckhalle. 2017 habe man 36 Kunden mit 31 540 kWh Strom gehabt.

Aufsichtsratsmitglied Joachim Zorn wurde einstimmig auf weitere drei Jahre wiedergewählt. Für das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Bernadette Kohler wurde Rechtsanwältin Eva Mayr gewählt.

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