Ellwanger Musikschullehrer stellen Viertklässlern ihre Streichinstrumente vor

 Der Leiter der Städtischen Musikschule, Urban Weigel, erklärt das Geigenspiel.
Der Leiter der Städtischen Musikschule, Urban Weigel, erklärt das Geigenspiel. (Foto: J. Ott)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Lehrer der Ellwanger Musikschule sind zu Gast in der Buchenbergschule gewesen. Hier wurden Schüler aus den vierten Klassen Streichinstrumente vorgestellt.

Für diese musikalische Unterrichtsstunde hatten sich die Lehrer der Musikschule etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Sie verknüpften die Vorstellung der Streichinstrumente mit dem Märchen der Bremer Stadtmusikanten. So kam es auch, dass die Instrumentallehrer Ulrich Widdermann (Violine), Monika Bazgier (Bratsche), Roman Guggenberger (Cello) und Markus Braun (Kontrabass) nicht nur ihre Instrumente mitgebracht htaten, sondern sich auch noch entsprechende Kopfbedeckungen aufgesetzt hatten und sich mimisch zum Geschehen einbrachten. So fand der Esel im Kontrabass seine Entsprechung, der Hund im Cello, die Katze in der Bratsche und der Hahn in der Geige. Während Urban Weigel höchst unterhaltsam das Märchen vortrug, traten die Instrumente mal solistisch, mal als Ensemble in Erscheinung. Dabei war die Auswahl der Stücke so angelegt, dass jedes Instrument sich virtuos entfalten konnte. Für die Kinder erklangen unter anderem Mozarts „Kleine Nachtmusik“ und – höchst passend – die Szene „Tiere erschrecken die Räuber“ aus Dimitri Schostakowitschs Streichquartett Nr.8, op. 110. Mit diesen Multiplikatoren zog das Ensemble großen Spannungsbogen auf und schuf somit Platz für Klang und Geschichte.

Nachdem die vier Tiere ihre Kunst zum Besten gegeben und letztlich ihre Bleibe gefunden hatten, bedankte sich Schulleiter Joseph Ott und freute sich auf die weitere Zusammenarbeit der Buchenbergschule und der Musikschule. Der Leiter der Städtischen Musikschule, Urban Weigel, hatte abschließend noch eine Überraschung parat: Jedes Kind durfte jetzt noch nach Herzenslust die Streichinstrumente selbst ausprobieren. Gut, dass hier nicht nur Virtuosen vor Ort waren, sondern auch gewiefte Instrumentalpädagogen. Und so dauerte es nicht lange, bis die ersten Töne aus Schülerhand erklangen. Die Kinder waren begeistert. Am Ende war es nur der Hunger und ein – sichtlich inspirierter, weil sauber intonierender – Pausengong, der die Schüler in die Mittagspause entreißen konnte.

Meist gelesen in der Umgebung

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen