Ellwanger Kunstverein präsentiert neue Ausstellung

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 Der Kunstvereinsvorsitzende Roland Hasenmüller (links) und Kunstvereinskurator Ulrich Brauchle vor einem Werk des Künstlers Jör
Der Kunstvereinsvorsitzende Roland Hasenmüller (links) und Kunstvereinskurator Ulrich Brauchle vor einem Werk des Künstlers Jörg Mandernach. (Foto: Schneider)
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Der Kunstverein Ellwangen hat sich in diesem Jahr Gruppenausstellungen verschrieben. Rund 70 Arbeiten von insgesamt zwölf namhaften Künstlern sind dieses Mal in den Räumen des Kunstvereins im Schloss ob Ellwangen zu sehen. „Mit Verkohltem wollte ich Deinen Schatten halten“, heißt der Titel, der gleichzeitig Metapher sein soll. Der Kurator der Ausstellung, der Künstler Jörg Mandernach, führt bei der Vernissage am morgigen Sonntag, 30. Juni, um 11 Uhr im Marschallsaal in die Ausstellung ein.

„Ein Schatten ist eine Erinnerung, ein Zeichen, ein Rätsel, eine Deutung, ein Bild, ein dunkler Begleiter“, heißt es in der Einladung. In der Ausstellung sind Malerei, Radierung, Plastik, Zeichnung, Installation, Fotografie, Video, animierter Trickfilm und Performance zu sehen. Die Künstler decken sowohl vom Sujet als auch vom Alter ein breites Spektrum ab, Andy Dobler, Jahrgang 1989, aus Stuttgart ist der Jüngste, Ulrich Bernhardt, Jahrgang 1942, ebenfalls Stuttgart, der Älteste. Die Auswahl der Künstler und die Präsentation ihrer Kunst ist ein Kunstwerk von Jörg Mandernach.

Ausstellung ist ein „Crossover“

Kunstvereinsvorsitzender Roland Hasenmüller und Kunstvereinskurator Ulrich Brauchle stellten der Presse gegenüber die Künstler und ihre Werke vor. „Diese Ausstellung ist ein Crossover, ein Parcours durch die zeitgenössischen Techniken der Kunst“, sagt Brauchle. Von dem aus Ellwangen stammenden und in Leipzig arbeitenden Markus Heller (Jahrgang 1986, der jüngere Sohn des Ellwanger Künstlers Georg Heller) ist eine tiefgründige und mit Humor und Ironie gespickte räumliche Installation aus Keramik und glasiertem Ton zu sehen, mit in Acryl gemalten Bildern. Erinnerung an sein Jugendzimmer soll das begehbare Werk sein.

Marcus Sendlinger (Berlin) ist mit bunten Collagen vertreten, Myriam Mayer (Leipzig) mit surrealen, traumhaften, farbenfrohen Acryl- und Ölbildern, Philipp Haager (Stuttgart) mit großformatigen abstrahierten Werken wie „Schwarzer Nebel“, Gabriele Langendorf (Saarbrücken) mit Bildern aus der Reihe „Von Socken und Seifen“ in der klassischen Tradition der Augentäuschermalerei der Barockmalerei, Andy Dobler (Stuttgart) mit teuflischem „Black Scapegoat“.

Weitere Aussteller sind: Lea Pagenkemper (Berlin, Leinwand-Tuch-Installationen), Jörg Mandernach (Ludwigsburg, Malerei, Encaustic, Druckgrafik, Videoinstallation), Tillmann Damrau (Dortmund, Radierungen), Ulrich Bernhardt (Stuttgart, cinematographische Skizzen), Denise Moriz (Ludwigsburg, Buntstiftzeichnungen im Comicstil) und Gert Wiedmaier (Stuttgart, Schwarz-Weiß-Fotografie unter Acrylglas).

Im Anschluss gibt es Büfett und Blues

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Kunstverein Hechingen und dem Künstlerbund Baden-Württemberg, AKKU Projektraum, Stuttgart. Nach der Vernissage am Sonntag, 30. Juni, 11 Uhr, gibt es zum ersten Mal im Freien, im Schlosshof, ein kaltes Büfett. Dazu serviert die Bluesband Die unbekannten Hunde heiße Rhythmen.

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