An Allerheiligen ist der Friedhofsbesuch, wie hier auf dem Schönenberg, für viele Katholiken ein Muss.
An Allerheiligen ist der Friedhofsbesuch, wie hier auf dem Schönenberg, für viele Katholiken ein Muss. (Foto: Josef Schneider)
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Meist Grau in Grau ist der Allerheiligentag gewesen. Trotz des trüben, regnerischen Wetters strömten die Katholiken aus nah und fern ausgesprochen zahlreich auf die Friedhöfe, um die liebevoll gepflegten Gräber ihrer Angehörigen, Freunde, Nachbarn und Bekannten aufzusuchen. Wie auf dem Schönenberg, wo die Grabstätten wie auch anderswo rechtzeitig zum Totengedenkmonat mit dekorativen Grabgestecken, Kränzen, Blumenschalen, Engelsfiguren, Grableuchten und Kerzen geschmückt worden waren.

Mit Heidekraut, Stiefmütterchen, Chysanthemen, Astern, Silberblatt, Hornveilchen, Koniferen, immergrünen Bodendeckern und anderen winterharten Pflanzen wurden die Gräber von den Angehörigen oder von Friedhofsgärtnern in den vergangenen Wochen für die kalte Jahreszeit hergerichtet. „Da draußen liegt niemand“, erinnerte Pfarradministrator Pater Jens Bartsch in seiner Ansprache in der Schönenbergkirche an einen denkwürdigen Satz von Pater Alfred Sirch, den dieser vor vielen Jahren im Allerseelengottesdienst auf dem Schönenberg gesagt hatte. Sirch hatte in seiner damaligen Predigt gleichzeitig eine deutliche Handbewegung in Richtung Friedhof gemacht. Mit dem irdischen Tod sei nicht alles aus, so Bartsch, denn die Verstorbenen seien bei Gott. Der Friedhof sei aber ein besonderer Ort, um der Verstorbenen zu gedenken, ein Platz, wohin man mit seiner Trauer gehen könne.

Im Gottesdienst wurde für jeden seit Allerseelen 2018 Verstorbenen der Gemeinde eine Kerze entzündet. Pater Bartsch las ihre Namen vor. Auf dem Friedhof segnete der Geistliche die Grabstellen aller Verstorbenen mit Weihwasser. Der Kirchenchor Schönenberg unter Margit Lang sang auf dem Friedhof und im Gottesdienst.

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