Ellwangen schart sich um den Narrenbaum

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Einfach zeitlos, die Frisur von OB Karl Hilsenbek (rechts): Schließlich haben schon Prinz Eisenherz und Jürgen Drews ihre Haare
Einfach zeitlos, die Frisur von OB Karl Hilsenbek (rechts): Schließlich haben schon Prinz Eisenherz und Jürgen Drews ihre Haare so getragen. Links FCV-Ehrenpräsident Dieter Groß. (Foto: Schlipf)

Der Kurs für Narrenbäume hat ein wenig nachgelassen. Im vergangenen Jahr hatte „Egon XVI.“ immerhin noch einen Preis von 300 Euro erzielt. Sein Nachfolger „Karl I.“ ging heuer dagegen für 20 Euro weniger weg. Am Auktionator lag es bestimmt nicht. Dieter Groß, Ehrenpräsident des FCV, tat sein Möglichstes, um „Karl I.“ unter das närrische Volk zu bringen. Dafür hatte er schlagende Argumente parat: „Aus 100 Prozent biologischer Zellulose“ sei der Baum gewachsen. Aus seinem Holz könne man „Bänke schnitzen, die noch in 300 Jahren zur Bequemlichkeit einladen“. Auch Martina Legner von den Virngrundkrähen lobte in ihrer Ansprache den Baum in den höchsten Tönen.

Selbst wenn Bürgermeister Volker Grab im Barock-Outfit eifrig mithielt: Am Ende war Pit Leonhardt, der Vize-Zunftmeister der Ellwanger Tintenschlecker, der Höchstbietende. Neben dem Narrenbaum erhielt er einen Kasten Fastnachtsbier und drei abgeschnittene Krawatten. Zuvor waren die Abordnungen der wichtigsten Ellwanger Zünfte und Fastnachtsgruppen aufmarschiert, um dem Baum ihre Ehre zu erweisen. Die Jagsttal-Gullys heizten ordentlich ein. Dazu gesellten sich eine Frauengruppe der Elwema, die als Rockerbräute „Hellwema’s Angels“ kostümiert waren, und eine Abordnung der Ellwanger Stadtwerke, die als rotgewandete königliche Garde englisches Flair verbreiteten – komplett mit Ihrer Majestät, der Queen.

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