Ellwangen hat jetzt einen Hariolf-Rundweg

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Schwäbische Zeitung
Redakteurin Ellwangen/stellv. Redaktionsleitung

Interessante Ein- und Ausblicke gewährt der Hariolf-Rundweg in Ellwangen. Er ist das Geschenk des Hariolf-Gymnasiums zum Jubiläum der Stadt. 14 Stelen informieren über Kultur, Heimatkunde, Natur und den Namensgeber und Gründer der Stadt Ellwangen, Hariolf. Seine Stele steht am Nibelungenweg. Von dort führt der Rundweg über die Benzenruhe zum Hariolf-Gymnasium und zurück über die Rechbergstraße.

An den 14 Stationen erfahren die Spaziergänger etwas über ihren Stadtgründer, über den Kugelberg, die Benzenruhe und den Zeichenlehrer August Benz, über Stadtkirche und Basilika, Schloss und Schönenberg, auf die sich von der Benzenruhe aus ein toller Blick eröffnet. Nun wird er noch betont durch die Stelen aus Cortenstahl, die den Wahrzeichen der Stadt einen Rahmen geben.

Dass es eine der größeren Herausforderungen war, die Texte auf den Stelen informativ, aber auch kurz zu halten, sagte Konrektor Gerhard Ebert bei der Eröffnung. Vielleicht, sagte Kunstlehrer Ulrich Brauchle mit Blick auf Kulturamtsleiter Dr. Grupp, ließe sich aus den Langversionen noch ein Begleitheft zum Rundweg machen.

Ebert dankte allen, die bei dem Weg geholfen hatten, das waren viele, die Schüler, die die Stelen gestaltet, die Illustrationen gemacht und sie aufgestellt haben, Lehrer und ehemalige Lehrer wie Elisabeth Dieckmann sowie Fachleute von außen, die bei den Texten geholfen haben, und nicht zuletzt den Sponsoren. Zu denen gehören neben der Stadt, den Firmen Stengel Apparatebau und Hans Fuchs auch der Lions Club Aalen, der von dem Projekt in der Zeitung erfahren hatte und gleich beschlossen hat, sich hier zu engagieren, wie dessen Präsident Paul Kurz sagte.

Dass er die Idee, einen Rundweg ausgerechnet über die Benzenruhe zu machen, erst mit Vorsicht aufgenommen hatte, räumte Oberbürgermeister Karl Hilsenbek ein. Schließlich sei das der Spazierweg der Ellwanger schlechthin. Die Stelen sollten deshalb keinesfalls als etwas Störendes, sondern als Aufwertung empfunden werden. Das sei gelungen.

Die Stelen sind aus Cortenstahl, wie manches Kunstwerk in der Stadt, sagte Ulrich Brauchle. Die schlanken Stelen liefern jede Menge Informationen. Dass es gerade 14 sind, so viele, wie das Wort Hariolf-Rundweg Buchstaben hat, und dass dieses Wort mit HG, den Initialen des Hariolf-Gymnasiums, beginnt und endet, nahm Brauchle als gutes Zeichen. Das Miteinander bei der Arbeit, in die auch die Grafikerin Christina Faber eingebunden war, sei das bisher schönste in seiner Schulzeit gewesen sagte Brauchle. Schulleiter Martin Ries war stolz darauf, dass die Schule der Stadt zum Jubiläum etwas Bleibendes geschenkt hat. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von der Instrumental-AG von Katja Geisler.

14 Stelen

Der Hariolf-Rundweg hat 14 Stelen aus Cortenstahl, der rostig ist, aber lange haltbar. Sie informieren über Hariolf, Kugelberg, evangelische Stadtkirche und Basilika, das Naturdenkmal am Nibelungenweg, die Benzenruhe, Schloss, Birken, Schönenberg, Albtrauf, Galgenberg, Sportstätten, Schulzentrum, Sandbergwerk Blauhorn und Seifriedszell. Die Schrifttafeln sind farblich unterschiedlich gestaltet: Kulturelle Informationen sind gelborange, heimatkundliche hellblau, Infos zur Natur sind grün und die zu Stadtgründer Hariolf gelb.

Flyer zum Hariolf-Rundweg liegen im Rathaus aus und ab kommender Woche in den Geschäften.

Gekostet hat der Hariolf-Rundweg rund 15000 Euro. 3000 Euro sind noch offen. Wer den Weg sponsern möchte, kann sich ans Kulturamt, Telefon 07961 / 84-246, wenden.

Eine Karte ist online unter -jagst-zeitung.de zu sehen.

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